Innerfamiliäre Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und ihre Auswirkungen

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URI: http://hdl.handle.net/10900/85463
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-854638
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-26853
Dokumentart: Report (Bericht)
Date: 1999-11
Source: Forschungsberichte des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen; (1999) 80
Language: German
Faculty: Kriminologisches Repository
Department: Kriminologie
DDC Classifikation: 360 - Social problems and services; associations
Keywords: Familie , Kindesmisshandlung
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Inhaltszusammenfassung:

Im Rahmen der KFN-Schülerbefragung 1998 wurden von uns im Jahre 1998 insgesamt 16.190 Jugendliche aus neun verschiedenen Städten befragt. Diese Jugendlichen besuchen eine 9. bzw. 10. Jahrgangsstufe einer allgemeinbildenden Schule. Zusätzlich wurden auch Jugendliche aus berufsvorbereitenden Klassen in die Untersuchung einbezogen. Die Rücklaufquote dieser standardisierten Befragungen war mit 81,2% der Bruttostichprobe (d.h. bezogen auf alle in den Schulen als Schüler geführten Personen) und mit 95,1% der bereinigten Bruttostichprobe (d.h. bezogen auf die am Befragungstag in den Klassen auch tatsächlich anwesenden Jugendlichen) sehr gut. Ergebnisse dieser Studie wurden schon verschiedentlich veröffentlicht (z.B. Pfeiffer et al. 1998; Pfeiffer & Wetzels 1999; Wetzels & Enzmann 1999). Eine Gesamtdarstellung ist in Vorbereitung (Wetzels, Enzmann, Mecklenburg und Pfeiffer, im Druck). Im folgenden werden die Ergebnisse dieser Untersuchung soweit sie die Erfahrung innerfamiliärer Gewalt betreffen, dargestellt. Wir beziehen ferner erste Ergebnisse einer laufenden Längsschnittuntersuchung mit jungen Erstinhaftierten ein, die von einer Forschungsgruppe am KFN seit 1998 durchgeführt wird (Enzmann, Greve, Hosser & Bereswil, im Druck). Nach einer Darlegung des theoretischen Rahmenkonzeptes unserer Schülerbefragung und der Skizzierung des Forschungsstandes zum Zusammenhang von familiärer Gewalt und Jugendkriminalität, werden die Ergebnisse der KFN-Schülerbefragung 1998 im Hinblick auf familiäre Gewalterfahrungen und deren Bedeutung für Jugendgewalt dargelegt. Datenbasis ist die Gesamtstichprobe der Befragten aus neun Städten. Die Repräsentativität dieser Studie bezieht sich auf die jeweiligen Erhebungsort (Kiel, Hamburg, Hannover, Wunstorff, Lilienthal, Leipzig, Stuttgart, Schwäbisch Gmünd und München). Es handelt sich im Grunde um neun zwar gleichartige, aber statistisch voneinander unabhängige repräsentative Erhebungen. Da sie jedoch auch jeweils einzeln substanziell zum gleichen Ergebnis führen, können diese Daten durchaus zusammengeführt werden. Der Umstand, daß die Ergebnisse neunmal repliziert werden konnten, verleiht der Aussagekraft dieser Studie unseres Erachtens sogar ein besonderes Gewicht.

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