Cerebral activation patterns and functional connectivity during perception of social cues in people with autism spectrum disorder and typically developed controls - an fMRI study

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URI: http://hdl.handle.net/10900/85446
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-854464
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-26836
Dokumentart: Dissertation
Date: 2018-12-21
Language: German
English
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Wildgruber, Dirk (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2018-11-07
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Psychiatrie , Nervenheilkunde , Autismus , Funktionelle Kernspintomografie
Other Keywords: Affektive Neuropsychiatrie
fMRT
Autism
Affective Neuropsychiatry
fMRI
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Als Autismus beschreibt man laut dem Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-V) eine „tiefgreifende Entwicklungsstörung“. Aktuell werden fünf, vormals verschiedene, Diagnosen unter dem Begriff Autismus Spektrum Störung (ASD) zusammengefasst. Dabei ist die Bandbreite der präsentierten Symptome groß und ihre Ausprägung bzw. die Einschränkungen, die betroffene Personen erleben, individuell sehr unterschiedlich. Allen Betroffenen gemeinsam sind Auffälligkeiten in drei Hauptbereichen: Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion, auf verschiedene Weise beeinträchtigte Kommunikation und schließlich Verhaltensmuster, die sich in Stereotypien, repetitiven Verhaltensmustern oder in Tiefe und Art ungewöhnlichen Interessen und Beschäftigungen äußern können. Darüber hinaus besteht bei ASD eine hohe Komorbidität mit anderen psychiatrischen Erkrankungen, wie z.B. Depressionen. Insbesondere die Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion mit anderen werden oft als belastend empfunden und können hohen Leidensdruck bei den Betroffenen verursachen. ASD Patienten können u.a. nur schwer vom Gesichtsausdruck oder der Prosodie auf die Gefühlslage eines Gegenübers schließen, sie vermeiden Augenkontakt und das Initiieren und die Aufrechterhaltung von sozialen Kontakten fallen ihnen schwerer als Vergleichspersonen. Es existieren verschiedene Theorien darüber, worin die neurologischen Korrelate der sozialen Interaktionsschwierigkeiten bestehen könnten: Zum Einen werden Aktivierungsunterschiede in Hirnregionen, die bei der Verarbeitung sozialer Signale eine Rolle spielen, angenommen, zum Anderen gerät zunehmend die Untersuchung der Verbindung dieser Regionen untereinander in den Fokus der Forschung. Mehrere Studien fanden bei Autisten eine Hypoaktivierung in den Amygdalae und dem fusiformen Gyrus. Bei Untersuchungen der Konnektivität fanden Studien sowohl eine erhöhte als auch eine reduzierte Konnektivität zwischen an der Verarbeitung von sozialen Signalen beteiligten Hirnregionen. Außerdem fanden sich Hinweise, dass das Konnektivitätsmuster bei Autisten individuell sehr unterschiedlich, aber intrapersonell konstant sind - dies wird als Idiosynkrasie bezeichnet. Ziel unserer fMRT-Studie war es, die Aktivierung von Hirnregionen, die an der Wahrnehmung und Verarbeitung sozialer Signale beteiligt sind, zu untersuchen. Der erste Teil der Experimente diente der Identifizierung von Strukturen, die durch die Verarbeitung menschlicher Stimmen, Gesichter und audiovisueller Integration aktiviert werden. Im Fokus lagen dabei die rechte und linke Amygdala, der rechte und linke fusiforme Gyrus, die rechte und linke temporale Sprachregion und ein audio-visuelles Integrationsareal im rechten posterioren superioren temporalen Sulcus. Untersucht wurden Aktivierungsunterschiede während der impliziten Wahrnehmung und Verarbeitung von sozialen Signalen zwischen den Gruppen der Autisten und der neurotypischen Kontrollen. Außerdem wurde eine Konnektivitätsanalyse mit den oben genannten Regionen als Ursprungsregionen durchgeführt. Zudem erfolgte eine Korrelation der Aktivierung und neuronalen Konnektivität mit den Werten des AQ, eines Fragebogens, der die Stärke der Ausprägung autistischer Charakterzüge untersucht. Im zweiten Teil der Studie wurde die Verarbeitung von verschiedenen Lachtypen als nonverbale, audiovisueller Signale untersucht. Außerdem wurden die Probanden mit einem Mentalizing-Task instruiert. Hierbei wurden die Probanden gebeten, mental unterschiedliche Perspektiven einzunehmen - in der einen Kondition sollten sie sich vorstellen, sie selbst seien der Adressat des beobachteten Lachens, und in der anderen Kondition, sie beobachteten eine Schauspieler beim Einüben unterschiedlicher Lachtypen. In diesem experimentellen Teil wurden Aktivierungs- und Konnektivitätsunterschiede zwischen den Gruppen - in Bezug auf Lachtyp und Beobachterperspektive - sowie behaviorale Daten analysiert.

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