Effekt von capsaicinhaltiger Creme auf die Mikrozirkulation der Haut

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URI: http://hdl.handle.net/10900/84762
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-847628
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-26152
Dokumentart: Dissertation
Date: 2018-11-13
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Held, Manuel (PD Dr.)
Day of Oral Examination: 2018-11-08
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Capsaicin , Mikrozirkulation
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Inhaltszusammenfassung:

Hintergrund: Der dermale Blutfluss trägt in der Chirurgie massgeblich zu der Wundheilung sowie dem Überleben von Lappenplastiken bei. Die topische Applikation von Substanzen stellt eine einfache Form der Einflussnahme mit meist nur geringen Nebenwirkungen dar. Als Referenz für weitere Untersuchungen an Patienten und Lappenplastiken mit gestörtem Blutfluss werden in der vorliegenden Arbeit die durch Capsaicin hervorgerufenen Effekte der Durchblutungsänderung beschrieben. Methoden: In der vorliegenden Arbeit als Teil einer prospektiv, randomisiert, placebokontrolliert angelegten Doppelblindstudie wird der Effekt von topisch applizierter Finalgon® Creme mit dem Inhaltsstoff Capsaicin auf die Rückenhaut 46 gesunder Probanden zwischen 18 und 40 Jahren quantifiziert und mit dem durch Bepanthen® Creme hervorgerufenen Effekt, verglichen. Nach erfolgter Inkubation der Haut über 15min mit den Cremes wurde im Abstand von 15min über einen Zeitverlauf von 120min der Effekt derselben mittels O2C-Gerät die Sauerstoffsättigung, die relative Hämoglobinmenge, der Blutfluss und die Blutflussgeschwindigkeit in 2mm und 8mm Tiefe quantifiziert. Ergebnisse: Capsaicin bewirkte 30min nach Inkubation einen hoch signifikanten Anstieg der Sauerstoffsättigung der oberflächlichen und tiefen Messwerte. Ebenso kam es zu einem hoch signifikanten Anstieg des Blutflusses sowie der Blutflussgeschwindigkeit in beiden Messtiefen. In der oberflächlichen Messung fiel eine signifikante Erhöhung der relativen Hämoglobinmenge auf. Eine Hyperämie zeigte sich auch in den Messungen der Ausdehnung der lokalen Rötung der Haut, wobei die Hauttemperaturen unverändert blieben. Für die Messungen des Blutflusses und der Blutflussgeschwindigkeit zeigte sich nach 90 bis 120min ein Hinweis für ein Rebound Phänomen, welches bislang in der Literatur noch unbeschrieben blieb. Diskussion: Die Studie ermöglicht, mittels der nicht invasiven und gut reproduziertbaren Messmethode des O2C-Gerätes die Parameter der Mirkrozirkulation der Haut zu beobachten, sowie die pharmakologische Beeinflussung zu monitorisieren. Ein signifikanter Anstieg der Sauerstoffsättigung des Gewebes sowie des Blutflusses zeigte sich im Gesunden nach Wirkstoffapplikation. Postoperative Ergebnisse nach Lappenplastiken sind bislang nur am Tiermodell erhoben. Die Studie liefert nun eine Grundlage und Referenz an gesunder Haut zur weiteren Untersuchung an ischämischen Replantaten oder nach Lappenplastiken.

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