CD 26 als prädiktiver Marker für die Abstoßung bei Patienten in der späteren Phase nach Nierentransplantation

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URI: http://hdl.handle.net/10900/84640
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-846404
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-26030
Dokumentart: Dissertation
Date: 2018-10-31
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Wieland, Eberhard (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2018-07-31
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Biomarker , Nierentransplantation
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um die Nachfolgestudie der Dissertation „CD26 als prädiktiver Marker für die Abstoßung unter der immunsuppressiven Therapie mit Myfortic® bei Patienten in der frühen Phase nach Nierentransplantation“ von Frau Dr. Simone Leicht. Die vorliegende Studie untersuchte den prädiktiven Wert der CD26-Expression auf CD3-, CD4- und CD8-Zellen und die DPPIV-Aktivität als Biomarker der T-Zell-Aktivierung für die Ereignisse Abstoßungsreaktionen, Infektionen, virale Infektionen und Leukopenie in der späteren Phase nach Nierentransplantation. Außerdem wurde analysiert, ob die Immunsuppressiva-Konzentrationen im Zusammenhang mit denselben Ereignissen stehen und ob die DPPIV-Aktivität mit den CD26-Expression auf den T-Zellen korreliert. Es wurde verglichen, ob sich die Ergebnisse in der späteren Phase von der frühen Phase nach Nierentransplantation unterscheiden. Hierfür wurden bei 70 Patienten zum Zeitpunkt P4 (mindestens 30 Tagen nach der Transplantation) die Biomarker, d.h. die Aktivität des Enzyms DPPIV im Plasma und der prozentuale Anteil der CD26-positiven CD3-, CD4- und CD8-Zellen im Vollblut mittels Durchflusszytometrie, sowie die Immunsuppressiva-Konzentrationen von Tacrolimus, MPA, fMPA, %fMPA und der Metabolite AcMPAG und MPAG chromatografisch bestimmt und demographische und klinische Daten wie z.B. Alter oder Vortransplantationen der Patienten erhoben. Der Zeitpunkt P4 lag zwischen 30 und 383 Tagen nach der Transplantation. Im Zeitraum von zwei bzw. sechs Monaten nach dieser Blutprobe P4 wurden die klinischen Ereignisse Abstoßungsreaktion, Infektion, virale Infektion sowie Leukopenie registriert, und es wurde das Vorhersagepotential der Biomarker und der Konzentrationen der Immunsuppressiva bezüglich der vier Ereignismöglichkeiten geprüft. Außerdem wurden die DPPIV-Aktivität mit CD3+/CD26+ %, CD4+/CD26+ % und CD8+/CD26+ % und die Biomarker mit den Immunsuppressiva-Konzentrationen korreliert. Im Unterschied zu der Vorgängerstudie, die den frühen Zeitraum nach der Transplantation untersucht hat, konnte kein Zusammenhang zwischen der Anzahl der CD26-positiven T-Zellen bzw. der DPPIV-Aktivität zum Zeitpunkt P4 und einer Transplantatabstoßung im Nachbeobachtungszeitraum festgestellt werden. In der Vorgängerstudie waren bei CD26-positiven CD8-Zellen an Tag 3 und Tag 7 bei Patienten, die eine Abstoßungsreaktion hatten, deutlich höhere Werte gemessen worden. Allerdings waren in der Vorgängerstudie Abstoßungsreaktionen häufiger beobachtet worden (n=21), während in der hier betrachteten späteren Phase lediglich fünf Abstoßungsreaktionen auftraten. Auch zeigte sich keine Korrelation zwischen den CD26-positiven T-Zellen und der DPPIV-Aktivität, was die Ergebnisse der Vorgängerstudie bestätigte. Die DPPIV-Aktivität scheint also kein guter Surrogatparameter für die T-Zell-Aktivierung zu sein. Es war kein Zusammenhang zwischen dem prozentualen Anteil der CD26-positiven T-Zellen bzw. der DPPIV-Aktivität und den aufgetretenen Ereignissen feststellbar, was die Ergebnisse der Vorgängerstudie bestätigte. Eine Außnahme stellte das Auftreten einer Leukopenie dar. In der Vorgängerstudie waren die Ergebnisse hierfür nicht signifikant gewesen, jedoch war in unserem späteren Zeitraum das Über- bzw. Unterschreiten der über eine ROC-Analyse ermittelten Cut offs für CD4+/CD26+ % (≤ 2,7 %), der DPPIV-Aktivität (≤ 40,9 U/ml), der MPA-Konzentration (> 2,33 mg/l) und der Tacrolimus-Konzentration (> 7,1 µg/l) prädiktiv für das Ereignis Leukopenie. Mit der Kombination der vier o.g. Parameter zum Zeitpunkt P4 konnte das Auftreten einer Leukopenie im Nachbeobachtungszeitraum von sechs Monaten hundertprozentig vorhergesagt werden.

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