Morphologische und immunhistochemische Analyse intrakoronarer Thromben von Patienten mit akutem Myokardinfarkt in Abhängigkeit von der antiaggregatorischen Therapie

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URI: http://hdl.handle.net/10900/84454
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-844545
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-25844
Dokumentart: Dissertation
Date: 2018-10-22
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Müller, Iris (PD Dr.)
Day of Oral Examination: 2018-07-17
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Herzinfarkt , Thrombus
Other Keywords:
myocardial infarction
thrombi
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Das ACS trägt maßgeblich zur Morbidität und Mortalität der Gesamtbevölkerung bei. Das klinische Outcome der Patienten hängt dabei unter anderem vom Ausmaß der ischämischen Schädigung und von der Regenerationsfähigkeit des geschädigten Gewebes ab. Deshalb befasste sich diese Studie mit dem Einfluss des Aufbaus intrakoronarer Thromben sowie der antiaggregatorischen Therapie auf die Reparaturvorgänge nach Myokardinfarkt. Neben der histologischen Analyse der Koronarthromben mittels HE-Färbung wurden sieben Proteine ausgewählt, für die es in der Literatur bereits zahlreiche Nachweise gibt, dass sie eine bedeutende Rolle in der Pathophysiologie des Myokardinfarkts spielen: BMP2, BMP4, BMP7, Histon H3, SDF-1, TLR4 und MPO. Die Expression dieser Proteine in intrakoronaren Thromben wurde bei 31 Patienten mit akutem Myokardinfarkt analysiert und in Beziehung gesetzt zu verschiedenen klinischen Parametern der Patienten. Die vorliegende Arbeit gewährt einen genauen Einblick in den Aufbau der intrakoronaren Thromben im akuten Myokardinfarkt und ihre Variabilität. Die vorgestellten Ergebnisse weisen auf eine Bedeutung der antiaggregatorischen Therapie auf inflammatorische Prozesse bei Myokardinfarkt hin, was sich anhand der Expression von MPO in den Thromben messen lässt. Interessanterweise zeigte sich ein signifikanter Unterschied der Anzahl MPO positiver Zellen zwischen den Thromben der Patienten, die ein Loading mit Clopidogrel erhalten haben (n=9), und den Thromben der Patienten, die ein Loading mit Prasugrel erhalten haben (n=17; p=0,038). Welche Rolle diese potenzielle antiinflammatorische Wirkweise von Prasugrel in der Behandlung des Myokardinfarkts hat, sollte in größeren Studien untersucht werden. Zudem sollte geklärt werden, inwiefern dadurch der klinische Verlauf der Patienten verbessert werden kann.

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