Studie zur Erfassung des Ernährungsstatus endoprothetischer Patienten an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen

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URI: http://hdl.handle.net/10900/84179
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-841798
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-25569
Dokumentart: Dissertation
Date: 2018-09-14
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Nüssler, Andreas (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2018-02-20
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Ernährung , Nahrung , Unfallchirurgie
Other Keywords: Ernährungsstatus
Endoprothetik
Nutrition
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Inhaltszusammenfassung:

Unter hospitalisierten Patienten liegt die Prävalenz der Mangelernährung zwischen 15% und 55%. Die physiologischen Auswirkungen einer Mangelernährung sind zahlreich. Diverse Studien belegen einen Zusammenhang zwischen Mangelernährung und der Morbidität und Mortalität sowie der Rate an postoperativen Komplikationen. Mangelernährung führt zu erhöhten Behandlungskosten und einer Verlängerung des stationären Aufenthaltes. Trotz dieser Tatsachen gibt es bisher kaum Untersuchungen zur Prävalenz der Mangelernährung in der Endoprothetik. In der vorliegenden Studie wurde mittels NRS und MNA die Prävalenz der Mangelernährung in der Endoprothetik bestimmt. NRS und MNA wurden bezüglich ihrer klinischen Anwendbarkeit miteinander verglichen. Das Patientenkollektiv wurde in 3 Gruppen unterteilt. Diese 3 Gruppen wurden bezüglich ihres Ernährungszustandes und des klinischen Outcomes miteinander verglichen. Im Gesamtkollektiv wurde nach möglichen Risikofaktoren gesucht, die im Zusammenhang mit einer Mangelernährung stehen könnten. In der Studienpopulation von 337 Patienten lag die Prävalenz der Mangelernährung nach dem NRS bei 13%, nach dem MNA bei 28%. Im Vergleich mit anderen Fachbereichen ist die Prävalenz einer Mangelernährung in der Endoprothetik niedriger. Am häufigsten zeigte sich eine Mangelernährung bei Patienten mit einem Alter über 60 Jahren und im Kollektiv der Revisionseingriffe. Patienten die nach dem NRS ein Risiko für eine Mangelernährung aufwiesen, hatten im Verlauf ihres stationären Aufenthaltes deutlich mehr unerwünschte Ereignisse, eine verzögerte postoperative Erstmobilisierung sowie einen längeren stationären Aufenthalt. Dies konnte auch bei Patienten die nach dem MNA ein Risiko für eine Mangelernährung bzw. eine Mangelernährung hatten, nachgewiesen werden. Innerhalb der gebildeten Patientenkollektive zeigte sich, dass die Gruppe der Revisionseingriffe die längste stationäre Verweildauer aufwies und in diesem Kollektiv am häufigsten unerwünschte Ereignisse auftraten. Trotz der höheren Prävalenz für die Mangelernährung des MNA`s, scheint der NRS ein praktikableres Instrument zu sein als der MNA. Auf Grund der einfacheren Handhabbarkeit lässt sich der NRS einfacher und besser in den klinischen Alltag integrieren.

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