Stellenwert der Arthroskopie des Daumensattelgelenks in der Diagnostik und Therapie der primären Rhizarthrose

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dc.contributor.advisor Werdin, Frank (PD Dr.)
dc.contributor.author Mikulic, Tonci
dc.date.accessioned 2018-08-28T08:58:08Z
dc.date.available 2018-08-28T08:58:08Z
dc.date.issued 2018-08-28
dc.identifier.other 510616631 de_DE
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/10900/83849
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-838499 de_DE
dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15496/publikation-25239
dc.description.abstract Die primäre Rhizarthrose ist eine der häufigsten Arthroseformen der Hand und betrifft vor allem Frauen mit den Leitsymptomen: Schmerzen, Kraftverlust und Bewegungseinschränkung im Daumensattelgelenk. Die Therapie richtet sich in erster Linie nach dem Beschwerdebild und der weit verbreiteten radiologischen Stadieneinteilung nach Eaton-Littler. Hierbei zeigen sich vor allem bei Patienten mit beginnender Rhizarthrose häufig nicht zufriedenstellende Behandlungs-ergebnisse unter Verwendung der bisher etablierten Therapieverfahren. Ziel dieser Arbeit war es daher sowohl den diagnostischen als auch den therapeutischen Stellenwert der Arthroskopie des Daumensattelgelenks im Rahmen der Behandlung der primären Rhizarthrose zu untersuchen. In einer retrospektiven Analyse von insgesamt 49 an primärer Rhizarthrose (Eaton-Littler Stadium 1) erkrankter Patienten untersuchten wir daher die Behandlungsergebnisse hinsichtlich intraoperativem Befund, Schmerzreduktion und Funktionalität im Alltag. Zwischen März 2013 bis März 2016 wurden 49 Patienten im Stadium 1 nach Eaton-Littler, nach frustraner sechs monatiger konservativer Therapie, arthroskopisch behandelt. Der intraoperative Befund wurde standardisiert protokolliert, der Schmerzverlauf anhand der Numerischen Ratingskala und die Funktionalität mittels DASH-Fragebogen für den Zeitpunkt vor der Operation sowie 3, 6 und 12 Monate nach der arthroskopischen Behandlung erhoben. Insgesamt zeigten alle 49 Patienten pathoanatomische intraartikuläre Veränderungen. Nur 14 Patienten (29 %) zeigten eine intakte Knorpel-oberfläche. Von diesen zeigten 5 Patienten Zeichen einer akuten Synovialitis und 9 Zeichen einer chronischen Synovialitis. Bei insgesamt 35 Patienten (71 %) konnte bereits ein irreversibler Knorpelschaden festgestellt werden. Davon hatten 5 Patienten einen Knorpelschaden mit Hauptbeteiligung im palmaren Anteil der Metacarpale 1 Basis. Bei 11 Patienten zeigte der Knorpelschaden eine Ausdehnung bis zum zentralen Anteil des Os trapezium. Bei 3 Patienten wurde ein isolierter dorsaler Knorpelschaden am Os trapezium beobachtet. Die meisten Patienten (n = 16) zeigten einen diffusen Knorpelschaden mit Hauptbeteiligung des Os trapezium mit vollständiger Knochenglatze. Alle 49 Patienten zeigten durch die arthroskopische Behandlung mittels Debridement, Synovektomie, Knorpelglättung, Entfernung freier Gelenkkörper (sofern vorhanden) und Kapsel-Bandplastik (mittels Thermoshrinking bei vorhandener Kapsel-Band-Laxität) eine Besserung der Beschwerden gemessen an der Numerischen Rating Skala und dem DASH Score. So sank die Schmerzintensität aller Patienten im Durchschnitt nach 3 Monaten um 50 %, nach 6 Monaten um 39,4 % und nach 12 Monaten um 28,9 %. Der DASH Score verbesserte sich durchschnittlich um 70,8 %, 61,0 % und 47,3 % nach 3, 6 und zwölf Monaten postoperativ. Es stellte sich heraus, dass Patienten ohne Knorpelschaden, im Vergleich zu Patienten mit Knorpelschaden, kurz- bis mittelfristig von der arthroskopischen Behandlung profitierten. In Einklang mit der Literatur zeigen unsere Ergebnisse, dass die alleinige Einteilung der Rhizarthrose nach dem Röntgenbefund für die Indikationsstellung zur operativen Behandlung nicht ausreichend ist und aktuell lediglich die Arthroskopie die hierfür notwendigen, detaillierten Befunde liefern kann. Anhand unserer intraoperativ erhobenen Befunde konnten wir eine neue arthroskopische Stadieneinteilung definieren aus welcher sich entsprechend unseren Ergebnissen und der bisherigen Literatur ein definierter Behandlungsalgorithmus ableiten lässt. Therapeutisch, d.h. schmerz-reduzierend und funktionsverbessernd, kann der Arthroskopie des Daumensattelgelenks vor allem bei noch intakten Knorpelverhältnissen ein wichtiger Stellenwert im gesamten Behandlungskonzept der primären Rhizarthrose attestiert werden. Zusammenfassend besitzt die Arthroskopie des Daumensattelgelenks somit bei primärer Rhizarthrose im Frühstadium einen hohen diagnostischen als auch therapeutischen Stellenwert. de_DE
dc.language.iso de de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.rights ubt-podok de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en en
dc.subject.classification Rhizarthrose de_DE
dc.subject.ddc 610 de_DE
dc.subject.other Daumensattelgelenk de_DE
dc.subject.other Arthroskopie de_DE
dc.title Stellenwert der Arthroskopie des Daumensattelgelenks in der Diagnostik und Therapie der primären Rhizarthrose de_DE
dc.type Dissertation de_DE
dcterms.dateAccepted 2018-07-19
utue.publikation.fachbereich Medizin de_DE
utue.publikation.fakultaet 4 Medizinische Fakultät de_DE

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