Untersuchung zu dem Einfluss verschiedener klinischer Parameter auf die Urinkatecholaminausscheidung

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URI: http://hdl.handle.net/10900/83846
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-838469
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-25236
Dokumentart: Dissertation
Date: 2018-08-28
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Müssig, Karsten (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2018-07-06
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Neurotransmitter , Catecholamine , Adrenalin , Dopamin
Other Keywords: Katecholamine
Phäochromozytom
klinische Parameter
Noradrenalin
Urinkatecholaminausscheidung
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Inhaltszusammenfassung:

In der vorliegenden Arbeit wurde unter Anwendung strenger Ausschlusskrite-rien bei einer Fallzahl von 591 männlichen und weiblichen Patienten jeglicher Gewichts- und Altersklassen der Urin auf Katecholamine und Katechola-minabbauprodukte (Metaboliten) untersucht. Es wurde der Fragestellung nachgegangen, ob zwischen der Katecholaminexkretion und der Urinmenge sowie weiteren Parametern wie Alter, Geschlecht, BMI und Blutdruck Zusam-menhänge bestehen. Die Bestimmung der Katecholamine und ihrer Metaboli-ten erfolgte mittels HPLC. Bei der Auswertung wurde die schrittweise multiple Regressionsanalyse verwendet. Die Regressionsanalysen wurden mit dem Statistik-Software-Paket JMP durchgeführt. Dabei wurden p-Werte < 0,05 als statistisch signifikant gewertet. Es zeigten sich folgende Ergebnisse: • Bei Männern wurden für sämtliche Katecholamine bzw. Metaboliten höhere Werte gemessen als bei Frauen. • Das Alter korrelierte negativ mit der Exkretion von Adrenalin, Dopamin, Homovanillinsäure und Metanephrin und positiv mit der Ausscheidung von Normetanephrin, während keine Korrelation mit der Noradrenali-nexkretion und Extraktion von Vanillinmandelsäure nachgewiesen werden konnte. • Bezüglich des BMI zeigte sich eine negative Korrelation mit der Aus-scheidung von Adrenalin und Metanephrin, für die restlichen Kate-cholamine bzw. Metaboliten konnte eine positive Korrelation gezeigt werden. • Bei den Blutdruckwerten zeigten sich beim systolischen Blutdruck eine negative Korrelation mit der Dopaminausscheidung, während für die restlichen Katecholamine bzw. Metaboliten keine Korrelation nachge-wiesen werden konnte. Bezüglich des diastolischen Blutdrucks dage-gen zeigte sich ein positiver Zusammenhang mit der Ausscheidung von Adrenalin, Dopamin und Noradrenalin, für die Metaboliten konnte keine Korrelation festgestellt werden. • Die Urinmenge korrelierte positiv mit der Exkretion von Dopamin, Homo-vanillinsäure, Metanephrin, Normetanephrin und Vanillinmandelsäure, und negativ mit der Adrenalinausscheidung. Zwischen der Urinmenge und der Noradrenalinexkretion konnte hingegen kein Zusammenhang nachgewiesen werden. In der vorliegenden Arbeit, die eine sehr große Anzahl an Proben und gemes-senen Parametern umfasste, konnten insbesondere für die Katecholamin-Metabolite neue Zusammenhänge beschrieben werden und die Ergebnisse vorhergehender Arbeiten zum Teil bestätigt werden. Unterschiede zu früheren Arbeiten ergaben sich am ehesten aufgrund der hinsichtlich ihrer Größe und Zusammensetzung sowie der Definition von Ausschlusskriterien unterschied-lichen Studienpopulationen. Ergeben sich in der klinischen Praxis Auffälligkeiten bei der Bestimmung der Katecholaminausscheidung, sollte der behandelnde Arzt die beschriebenen Zusammenhänge in seiner Beurteilung berücksichtigen und entsprechende Schlüsse ziehen. Außerdem ist aufgrund der Ergebnisse der vorliegenden Arbeit die Entwick-lung geschlechts- und altersspezifischer Referenzbereiche zu erwägen.

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