Der Einfluss eines Team- und Kommunikationstrainings auf das Erkennen und Verbessern fehlerhafter Herzdruckmassagen bei einer simulierten Reanimation. Eine prospektive, randomisierte Studie.

DSpace Repository


Dateien:
Aufrufstatistik

URI: http://hdl.handle.net/10900/83824
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-838244
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-25214
Dokumentart: Dissertation
Date: 2018-08-27
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Riessen, Reimer (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2018-07-31
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Wiederbelebung , Crew Resource Management , Anästhesie , Intensivmedizin , Lehre , Student , Kommunikation
Other Keywords:
Resuscitation
Chest Compression
Basic Life Support
Advanced Life Support
Crisis Resource Management
Resuscitation Team
License: Publishing license including print on demand
Order a printed copy: Print-on-Demand
Show full item record

Inhaltszusammenfassung:

Einleitung Um reversible Ursachen eines Herzstillstandes erkennen und therapieren zu können muss die Zeit hierfür durch eine Reanimation überbrückt werden. Die Herzdruckmassage (HDM) ist jedoch häufig insuffizient. Es werden Fehler in der Durchführung gemacht. Eine Korrektur durch den im professionellen Reanimationsteam leitenden könnte für eine effizientere Umsetzung sorgen. Die Studie untersuchte in wie weit eine computerbasierte Kommunikationsschulung (CRM-Intervention) einen Einfluss auf die Anzahl der Verbesserungen und die Kommunikation hat. Methoden Hierzu bekamen Medizinstudierende in ihrem Praktischen Jahr eine Reanimationsschulung. Diese wurden nach einer Basisschulung randomisiert und durchliefen entweder eine CRM- Intervention oder die Kontrollschulung zum Thema Ethik. Vor und nach der jeweiligen Schulung erfolgte die Messung der Reanimation. Es wurde jeweils wie häufig die Fehler durch den Teamleader (Studienteilnehmer) verbessert wurden, die Kommunikation, gemessen mittels Leadership Behavior Description Questionnaire (LBDQ), und weitere Sekundärparameter erhoben. Diese wurden mittels Videoaufnahmen der Reanimationen und der durch die Reanimationspuppe aufgezeichneten Werte erhoben. Statistik: Für die Analyse der Verbesserung fehlerhafter Herzdruckmassagen wurde der Fischers Exakt Test verwendet. Zur Bestimmung der Unterschiede der LBDQ-Differenzen wurde der Zweistichproben-t-Test unter der Annahme gleicher Varianzen verwendet. Es wurde ein globales Signifikanzniveau von 0,05 angenommen und mithilfe der Bonferroni- Holm-Methode für multiples Testen korrigiert. Signifikante Ergebnisse sind mit einem Sternchen (*) markiert. Ergebnisse Die 57 Studierenden (Alter Median 26 Jahre, 69% Frauen) wurden in zwei Gruppen randomisiert (31 CRM, 26 Ethik). Die Kommunikation im Vergleich zwischen der ersten und zweiten Messung verbesserte sich in der Interventionsgruppe gemessen mit dem LBDQ um 4,5 Punkten im Vergleich zu 2,0 Punkten in der Kontrollgruppe signifikant (p = 0,01*). Weiter verbesserten Teilnehmer, die eine CRM-Schulung erhalten hatten, signifikant mehr falsch ausgeführte HDM (35,5%) im Vergleich zur Kontrollgruppe (7,7%, p = 0,03*). Die ebenso gemessene Ausführung der Reanimation zeigte jeweils nach Verbesserung durch die Teilnehmer eine HDM die in Bezug auf Drucktiefe und –frequenz im Referenzbereich der Leitlinien lag. Schlussfolgerung Die computer-basierte, zehnminütige Intervention verbesserte das Erkennen und Korrigieren von ineffektiven HDM und die Kommunikation der Teilnehmer. Es ist davon auszugehen, dass eine gute Reanimation unumgänglich für ein gutes Patientenoutcome ist. Die in der Studie verwendete Intervention bietet mit ihrer Kosten- und Zeiteffizienz möglicher Weise einen Ansatz Reanimationen positiv zu beeinflussen.

This item appears in the following Collection(s)