Einfluss der thrombozytären SDF-1 (CXCL12) Oberflächenexpression auf den klinischen Verlauf bei Patienten mit symptomatischer koronarer Herzkrankheit

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URI: http://hdl.handle.net/10900/81026
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-810261
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-22420
Dokumentart: Dissertation
Date: 2018-03-08
Source: Platelet surface expression of SDF-1 is associated with clinical outcomes in the patients with cardiovascular disease. Platelets, 2016: p. 1-6
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Zahnmedizin
Advisor: Gawaz, Meinrad (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2018-01-08
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Thrombozyt , Kardiovaskuläre Krankheit
Other Keywords: CXCL12
Platelets
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Inhaltszusammenfassung:

SDF-1 ist als CXC Chemokin in die Rekrutierung hämatopoetischer Stammzellen in Form eines wirksamen chemischen Signalstoffes involviert. Demnach spielt es eine zentrale Rolle bei Entzündungsreaktionen und vaskulären Gewebsreparaturmechanismen. SDF-1 wird auf aktivierten Thrombozyten exprimiert. Zuvor konnte gezeigt werden, dass die SDF-1 Oberflächenexpression auf Thrombozyten bei Patienten mit einem akuten Koronarsyndrom erhöht ist und mit einer Verbesserung der linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF%) nach einem Myokardinfarkt assoziiert ist. In der vorliegenden Arbeit wurde von 608 Patienten mit koronarer Herzkrankheit die Oberflächenexpression von SDF-1 auf Thrombozyten mittels einer FACS Messung untersucht und die Patienten bezüglich der Endpunkte Tod, Myokardinfarkt und Schlaganfall für 360 Tage nachverfolgt. Außerdem wurde die Analyse der Thrombusformation ex vivo mit rekombinantem SDF-1 unter arterieller Schergeschwindigkeit in einer Durchflusskammer durchgeführt. Die Auswertung der ermittelten Ergebnisse erfolgte in Bezug auf die Patientencharakteristika. Es konnte gezeigt werden, dass Patienten mit Ausgangswerten der thrombozytären SDF-1 Oberflächenexpression über dem dritten Quartil ein signifikant schlechteres ereignisfreies Überleben im Vergleich zu Patienten mit Ausgangswerten im ersten bis dritten Quartil aufwiesen. Die multivariate Cox-Regressionsanalyse verdeutlichte, dass SDF-1 Expressionen über dem dritten Quartil unabhängig mit dem primären kombinierten Endpunkt und dem sekundären Endpunkt Gesamtsterblichkeit assoziiert waren. Ferner konnte ein signifikanter Einfluss von rSDF auf die Thrombusformation ex vivo beobachtet werden. Letztendlich wird die Rolle von SDF-1 bezüglich der Geweberegeneration auf der einen Seite und der Verstärkung der Thrombose und Fibrose auf der anderen Seite kontrovers diskutiert. Nun konnte jedoch erstmals in einer klinischen Studie der Nachweis geliefert werden, dass hohe SDF-1 Oberflächenexpressionen auf Thrombozyten das klinische Langzeitergebnis bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit negativ beeinflussen.

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