Zusammenhang zwischen dem KIR-Rezeptorprofil und dem Auftreten akuter lymphoblastischer Leukämien im Kindesalter

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URI: http://hdl.handle.net/10900/80745
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-807450
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-22139
Dokumentart: Dissertation
Date: 2018-02-23
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Handgretinger, Rupert (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2018-01-26
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Akute lymphatische Leukämie
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Inhaltszusammenfassung:

In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, ob sich ein statistischer Zusammenhang zwischen einem bestimmten KIR-Profil und dem Auftreten einer ALL im Kindesalter herstellen lässt. Ein solcher Zusammenhang, der einen prognostischen Marker liefern würde, lässt sich nicht herstellen. Unabhängig davon spielt allerdings das KIR-Profil bei der Spenderauswahl im Falle einer Stammzelltransplantation eine wichtige Rolle. KIR A hat mit KIR2DS4 nur einen für die NK-Zellen aktivierenden Rezeptor, KIR B ist gekennzeichnet durch eine höhere Anzahl an aktivierenden KIRs. Es gibt Hinweise darauf, dass eine solche höhere Anzahl mit einer besseren Immunreaktion einhergeht. Für einige immunologische Erkrankungen konnte ein positiver Krankheitsverlauf für den Haplotyp B gezeigt werden. Insbesondere bei der SZT bei einer AML spielt die KIR-Genotypisierung von Spender und Empfänger bereits eine Rolle in der Therapie. Ein wichtiges Ziel dieser Arbeit war es, den von Almalte formulierten statistischen Zusammenhang zwischen der Anzahl aktivierender KIRs und dem Auftreten kindlicher Leukämien zu überprüfen. Da die Probandenzahl in der Arbeit von Almalte niedrig angesetzt war, wurde in der vorliegenden Arbeit besonderes Augenmerk darauf gerichtet, diese in einer Größe zu wählen, mit der nach Durchführung der Laboruntersuchungen eine zuverlässige statistische Aussage getroffen werden konnte. Um dies zu erreichen, wurde eine Probandenzahl von 256 als nötig berechnet. Untersucht wurden 328 Proben von Kindern mit einer ALL, verglichen mit 339 Proben von gesunden Erwachsenen. Die Untersuchungen in der vorliegenden Arbeit fanden mittels einer Real-Time PCR statt. Das entsprechende Protokoll wurde am Chimärismus-Labor der Kinderklinik Tübingen etabliert und liefert sehr zuverlässige Ergebnisse. Die statistische Auswertung erfolgte mittels univariater logistischer Regression sowie multivariater Analysemethoden. Das Ergebnis zeigt keinen Zusammenhang zwischen einem bestimmten KIR-Profil und einer höheren Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer ALL im Kindesalter und widerspricht dem Ergebnis der Arbeit von Almalte. Zu den Faktoren, die möglicherweise die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit beeinflussen, gehört die Vergleichbarkeit der Proben von Kindern und Erwachsenen aufgrund der unterschiedlichen Leukämieblastenausstattung sowie die epigenetische Zusammensetzung der Stichprobe. Es erscheint sinnvoll, diese Aspekte in künftigen Arbeiten weiter zu klären.

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