Untersuchungen zur Expression von Myeloiden Suppressorzellen (MDSC) in der humanen Schwangerschaft und ihre Bedeutung für die materno-fetale Toleranz

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URI: http://hdl.handle.net/10900/79988
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-799882
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-21383
Dokumentart: Dissertation
Date: 2018
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Gille, Christian (PD Dr.)
Day of Oral Examination: 2017-12-15
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Myeloide Suppressorzelle , Immunologie , Schwangerschaft , Immuntoleranz
Other Keywords: materno-fetale Toleranz
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Während der Schwangerschaft muss das mütterliche Immunsystem einen semiallogenen Organismus „tolerieren“ und gleichzeitig weiterhin eine adäquate Infektabwehr leisten. Gelingt dies nicht, kann es zu schwerwiegenden Schwangerschaftskomplikationen, wie Infektionen oder immunologischen Abstoßungsreaktionen gegen den Fetus kommen. Welche Regulationsmechanismen die maternofetale Toleranz gewährleisten ist bisher nur unzureichend verstanden. Die vorliegende Promotionsarbeit befasste sich mit der Bedeutung von myeloiden Suppressorzellen (MDSC) für die maternofetale Toleranz. Es wurden zunächst GR-MDSC im peripheren Blut Schwangerer durchflusszytometrisch quantifiziert und die Expression der Effektorenzyme ArgI und iNOS sowie die Produktion von ROS durch GR-MDSC analysiert. Anhand eines in-vitro-Proliferationsassays wurde die suppressive Aktivität von GR-MDSC aus dem peripheren Blut Schwangerer auf CD4+- und CD8+-T-Zellen untersucht. Wir konnten zeigen, dass GR-MDSC im Blut Schwangerer in bis zu hundertfach höheren Zahlen vorkommen als bei nicht schwangeren Kontrollen, dass diese GR-MDSC die Effektorenzyme ArgI und iNOS exprimieren sowie ROS produzieren und dass sie in vitro effektiv die T-Zell-Proliferation hemmen können. Postpartal kam es zu einer raschen Abnahme der MDSC-Zahlen. Bei Frauen nach assistierter Reproduktionsbehandlung konnte unabhängig vom Erfolg der Behandlung ebenfalls eine erhöhte Zahl an GR-MDSC nachgewiesen werden. Die Ergebnisse dieser Arbeit liefern einen neuen Beitrag zum besseren Verständnis der immunologischen Vorgänge in der Schwangerschaft. Die Akkumulation von GR-MDSC könnte einen Beitrag zur Suppression von gegen den Feten gerichteten Immunantworten leisten und eine komplikationslose Schwangerschaft ermöglichen. Aufbauend auf den Ergebnissen dieser Studie könnten durch gezielte Beeinflussung der MDSC-Anzahl oder -Funktion Strategien zur Prävention oder besseren Behandlung immunologischer Schwangerschaftskomplikationen wie Präeklampsie, HELLP oder rezidivierenden Aborten entwickelt werden.

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