Die humanitär begründete militärische Intervention - eine theologisch-ethische Bewertung anhand des Kosovo-Krieges

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URI: http://hdl.handle.net/10900/78681
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-786818
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-20079
Dokumentart: Sonstiges
Date: 2001-03
Language: German
Faculty: 2 Katholisch-Theologische Fakultät
Department: Katholische Theologie
DDC Classifikation: 230 - Christianity and Christian theology
320 - Political science
Keywords: Friedensethik , Moralpsychologie , Menschenwürde , Menschenrecht , Krieg , Zweifel
Other Keywords: Feindbilder
peace ethics
moral psychology
human dignity
human rights
war
doubt
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Inhaltszusammenfassung:

Eine militärische Intervention, die im Namen der Menschenrechte geführt wird, verstößt, indem Menschen getötet werden, per se gegen die Prinzipien, die sie für sich in Anspruch nimmt. Nur in einer extremen Dilemmasituation, wenn es zum Beispiel um die Verhinderung eines Völkermords geht, kann ihr eine ethische Legitimation zukommen. Letztere kann jedoch nur eine vorläufige sein, da sowohl die dem Krieg innewohnende militärische Eskalationsdynamik wie die durch militärisches Handeln bedrohte Menschenwürde jedes und jeder Einzelnen zwingend das Suchen nach Alternativen gebieten. Aus theologisch-ethischer Sicht kommt jedem Menschen im Sinne eines pazifistischen Zweifels ein Einspruchsrecht gegen die ausgeübte militärische Gewalt zu. Diese Überlegungen werden am Beispiel einer theologisch-ethischen Analyse des Kosovo-Krieges entfaltet. Dabei werden neben Argumenten aus der traditionellen "Lehre vom gerechten Krieg" auch Überlegungen des Sozialphilosophen Michael Walzer berücksichtigt. Michael Schober studierte Katholische Theologie, Germanistik und Politikwissenschaft an der Universität Tübingen und wurde an der dortigen Katholisch-Theologischen Fakultät promoviert. Seine Dissertation „Zeugnisse der Unterbrechung von Gewalt im Krieg – Grundlegung einer theologischen Ethik des nicht suspendierte Zwiefels“ wurde ebenfalls hier online-veröffentlicht. Nach längerer Tätigkeit in der Erwachsenenbildung ist er derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Religionspädagogik/Fachdidaktik am Institut für Katholische Theologie der Universität Hildesheim.

Abstract:

Military intervention carried out on humanitarian grounds violates the very principles of human rights when civilians are killed. War presents an ethical dilemma, only gaining legitimacy, when used as a means to prevent genocide. Preventing genocide can be only provisionally letigimate because military escalation, inherent to war, also threatens human dignity. Civilians can doubt or object to the use of military force, but there are few pacifist alternatives. The war in Kosovo allows for the analysis of Michael Walzer’s doctrine of ”just an unjust wars“, and specific theological-ethical reflections. Michael Schober received his PhD from the Department of Catholic Theology at the University of Tübingen in conjunction with German Literature and Political Science. After working as teacher in adult education, Michael Schober is now an advisor in religious education and methodology in the department of Catholic Theology at the University of Hildesheim.

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