Notwendigkeit von intraartikulären Wunddrainagen im Rahmen der lmplantation einer bicondylären Oberflächenersatzprothese bei Gonarthrose (Knietotalendoprothese); prospektive, randomisierte Studie

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URI: http://hdl.handle.net/10900/78197
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-781972
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-19597
Dokumentart: PhDThesis
Date: 2017
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Wülker, Nikolaus (Prof. Dr. med.)
Day of Oral Examination: 2017-08-07
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Kniegelenk
Other Keywords: Gonarthrose
Knietotalendoprothese
License: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Diese Studie wurde durchgeführt, um die Notwendigkeit von intraoperativen Wunddrainagen nach der Implantation einer Knietotalendoprothese für die im Haus verwendete Operationstechnik zu eruieren. Die behandlungsbedürftige Kniegelenksarthrose spielt aufgrund der demografischen Entwicklung eine zunehmende Rolle in der orthopädischen Chirurgie. Durch eine stetige Zunahme der Anzahl implantierter Knietotalendoprothesen ist eine Optimierung der Versorgung von immenser Bedeutung. Ein zunehmend häufiger angewandtes Vorgehen ist der Verzicht auf intraoperativ eingelegte intraartikuläre Wunddrainagen. Dieses Verfahren wird in der wissenschaftlichen Literatur kontrovers diskutiert. In die vorliegende Studie wurden jeweils 18 Patienten in eine Interventionsgruppe (ohne Drainage) und eine Kontrollgruppe (mit Drainage) aufgenommen. Implantiert wurde das bikondyläre Knieendoprothesensystem GENESIS II® der Firma Smith & Nephew. Die Operation wurde in Blutleere durchgeführt. Intraoperativ erfolgte keine Blutstillung. Das Öffnen der Drainagen erfolgte nach elastokompressiver Wickelung 10 Minuten nach Lösen der Blutsperre. Es wurden prä- und postoperativ folgende Parameter erhoben: Knieumfang, Schmerzen anhand NRS, Schmerzmittelbedarf, Bewegungsumfang im Kniegelenk, Kompressengewicht, Hb-Wert, Wundbeurteilung, Fragebögen (KOOS, OKS). Signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen gab es beim Blutverlust. Hier ergab sich für die Kontrollgruppe ein signifikant stärkerer Abfall des Hämoglobins als bei der Interventionsgruppe. Die Intensität der Schmerzen war dagegen in der Interventionsgruppe signifikant höher. Die beobachteten Unterschiede im Schmerzmittelbedarf waren jedoch nicht signifikant. Bei den Fragebögen erreichte die Kontrollgruppe in den ersten 6 postoperativen Monaten signifikant bessere Ergebnisse. Dieser Unterschied war nach einem Jahr nicht mehr nachweisbar. Bei allen anderen gemessenen Parametern ergaben sich jeweils keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen. Anhand der Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigt sich, dass bei der Implantation von Kniegelenkstotalendoprothesen keine generelle Notwendigkeit von Wunddrainagen besteht. Aufgrund der festgestellten Unzufriedenheit der Patienten der Interventionsgruppe wird jedoch nach Abschluss dieser Studie von einem Vorgehen ohne Drainagen im eigenen Vorgehen wieder Abstand genommen.

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