Qantitative Analyse von Perfusionsveränderungen im Verlauf der Wundheilung oberflächlich dermaler Hautdefekte im Tiermodell

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URI: http://hdl.handle.net/10900/78192
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-781923
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-19592
Dokumentart: Dissertation
Date: 2017-10-13
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Held, Manuel (PD Dr.)
Day of Oral Examination: 2017-09-12
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Heilung , Wundheilung , Wundverschluss , Wundversorgung , Perfusion , Durchblutung , Sauerstoffversorgung , Sauerstoffverbrauch , Tiermodell
Other Keywords: o2c
Wundauflagen
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Wundmanagement spielt eine entscheidende Rolle in der Plastischen und Regenerativen Medizin. Nicht nur die zunehmende Inzidenz akuter und chronischer Wunden, sondern auch der Mangel an Behandlungsmöglichkeiten von großflächigen, akuten Hautdefekten treibt die Entwicklung neuer Wundbehandlungstechnologien und innovativer Hautersatzmaterialien voran. Für die Entwicklung von Wundauflagen und deren Bewertung ist ein tiefgreifendes Verständnis der natürlichen Wundheilung Grundvoraussetzung. Das Primärziel dieser Arbeit lag in der Beschreibung relevanter Durchblutungs- und Sauerstoffparameter im Verlauf der Wundheilung über 84 Tage; sekundär wurde der Einfluss einer bereits etablierten Wundauflage (Suprathel®) sowie einer neuartigen Kollagen-I-Matrix (CCC®) auf die Hautperfusion untersucht. Am Tag 0 wurden auf dem Rücken von 14 Lewis-Ratten mit Hilfe eines Dermatoms zwei 2 x 2 cm große Wunden von 0,3 mm Tiefe generiert. Diese wurden mit Wundauflagen (Suprathel®, CCC®) gedeckt oder unbehandelt gelassen. Die Mikrozirkulation wurde anhand des O2C®-Gerätes erfasst, das eine nichtinvasive, gleichzeitige Erfassung der Parameter relativer Blutfluss (Flow), relative Hämoglobinkonzentration (rHB) und absoluter venöser Sauerstoffsättigung (SO2) in 2 und 8 mm Tiefe ermöglicht. Diese Parameter wurden alle 10 Tage gemessen. Weiterhin wurden Referenzwerte der gesunden Haut erfasst. Der Verlauf der Mikrozirkulationsparameter in 2 mm Tiefe erinnerte an die bekannten Wundheilungsphasen. Die Kumulation der Parameter zur Kenngröße des Sauerstoffverbrauchs ergab eine Normalisierung des Kennwertes ab Tag 40. Zu diesem Zeitpunkt kann die Wundheilung oberflächlich dermaler Wunden in Bezug auf Stoffwechselprozesse als abgeschlossen angenommen werden. Die etablierte Wundauflage Suprathel® zeigte einen größeren Einfluss auf den Wundheilungsverlauf in den anfänglichen 30 Tagen als CCC®. Interessanterweise konnten nach abgeschlossener Wundheilung (Tag 40) insbesondere für CCC® steigende rHB und SO2 Werte detektiert werden. Damit bietet diese neuartige Kollagen-I-Matrix großes Potential in Bezug auf die Narbenformation und Narbenqualität. Ein zeitlich beschleunigtes Wundheilungsverhalten durch CCC® konnte im Rahmen der Mikrozirkulation jedoch nicht nachgewiesen werden. DIeses Tiermodell legt den Grundstein für weitere Forschungsbestrebungen und die Hypothesenbildung in zukünftigen experimentellen oder klinischen Studien. Künftige Studien sollten den Analysefokus auf die Tage 0 - 40 legen und Messintervalle kürzer wählen, um die initialen Wundheilungsphasen besser evaluieren zu können.

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