Analyse von prognostischen Risikofaktoren bei Patienten mit intra- und extrahepatischem cholangiozellulärem Karzinom (CCC) [im Zeitraum von 2002 - 2012 am UKT]

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URI: http://hdl.handle.net/10900/77439
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-774394
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-18840
Dokumentart: Dissertation
Date: 2017
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Zahnmedizin
Advisor: Plentz, Ruben R. (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2017-07-20
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Krebs <Medizin> , Leberzellkrebs
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem cholangiozellulären Karzinom (CCC), das meist erst in einem fortgeschrittenen bzw. metastasierten Stadium diagnostiziert wird, und deshalb für die Mehrheit der Patienten eine schlechte Prognose bedeutet. Die Inzidenz des Karzinoms nimmt in den westlichen Ländern zu. Dadurch, dass eindeutige prognostische Marker fehlen, befinden sich viele Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose in einem irresektablen Zustand und somit in einer palliativen Behandlungssituation. Zielsetzung dieser Studie war es, mögliche prognostische Parameter für die Diagnosestellung zu überprüfen, Risikofaktoren des CCC beim vorliegenden Patientenkollektiv mit denen der Literatur zu vergleichen und mögliche Faktoren für ein Rezidivrisiko zu evaluieren. Dafür wurden 252 Patienten, die sich im Zeitraum 01.01.2002 bis 31.12.2012 am UKT wegen eines CCC vorstellten, ausgewertet. Die statistische Berechnung erfolgte mit Hilfe des Auswertungsprogramms SPSS. Es konnte eine leichte Prävalenz bei Männern festgestellt werden. Im Mittel erkrankten die Patienten mit 64 Jahren; ein Großteil der Tumore war intrahepatisch lokalisiert. Bei Diagnosestellung waren Abdominalschmerzen, Gewichtsverlust und ein Ikterus führend. Bei 13,1 % der Patienten unseres Kollektivs lag eine Zirrhose vor, 24,2 % der Patienten litten an einem Diabetes mellitus, übergewichtig war mehr als die Hälfte der Patienten (54,5 %), bei 1,6 % der Patienten wurde eine PSC nachgewiesen und 5,9 % der Patienten waren mit einer Hepatitis B/C infiziert. Die spezifischen Laborparameter lagen bei vielen Patienten in einem unphysiologisch erhöhten Bereich. Bei den meisten Patienten (62 %) lag histologisch ein G2-differenziertes CCC vor. Mehr als die Hälfte der Patienten (52,0 %) wurde operiert, in 42 % der Fälle erfolgte eine R0-Resektion. Ein Lokalrezidiv trat bei 62 der operierten Patienten auf (47,3 %). Als palliative Chemotherapie wurde am häufigsten Gemcitabine in Kombination mit Platin eingesetzt. Es wurde ein Gesamtüberleben von 17,6 Monaten und ein Median von 10,0 Monaten erreicht. In unserer Auswertung zeigten sich erhöhte LDH, erhöhtes Bilirubin, die intrahepatische Tumor-Lokalisation und das Vorliegen von Metastasen als ungünstige prognostische Faktoren für das Gesamtüberleben bei Patienten mit einem CCC. In Bezug auf das PFS konnte festgestellt werden, dass das Risiko einen Progress zu bekommen um das 1,5-Fache stieg, wenn Metastasen vorlagen. Die Diagnostik und Therapie des CCC stellen weiterhin eine interdisziplinäre Herausforderung dar. Da die kurative Operation die beste Behandlungsmöglichkeit für Patienten mit einem CCC darstellt, ist es von großer Bedeutung, nach weiteren Parametern zu suchen, welche eine frühe Diagnose und den Therapieverlauf zusätzlich beeinflussen.

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