The Relationship between Maternal Perceptual Sensitivity and Postpartum Depression: Does Poor Maternal Perception toward Infant Signals Predict Postpartum Depression?

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URI: http://hdl.handle.net/10900/77306
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-773064
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-18707
Dokumentart: Dissertation
Date: 2017
Language: English
Faculty: 7 Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Department: Psychologie
Advisor: Hautzinger, Martin (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2017-07-17
DDC Classifikation: 150 - Psychology
Keywords: Depression , Das @Mütterliche , Sensitivität
Other Keywords: postnatal
depression
maternal
sensitivity
postpartum
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Inhaltszusammenfassung:

Mehr als 10% aller neuen Mütter leiden unter Postpartaler Depresson (PPD) in den ersten Monaten nach der Geburt ihres Babys. Leider konnte gezeigt werden, dass sich PPD nicht nur negativ auf die Mutter auswirkt, sondern auch die Entwicklung des Kindes dauerhaft negativ beeinflusst wird. Dadurch motiviert untersucht diese Arbeit mögliche Gründe und Risikofaktoren, die PPD auslösen oder zumindest beeinflussen können. Dabei wurde das Hauptaugenmerk auf mögliche Relationen zwischen mütterlicher Wahrnehmungssensitivität (MPS) und PPD gelegt. Gibt es eventuell sogar einen direkten, kausalen Zusammenhang? Untersuchungen haben gezeigt, dass Mütter, die unter Depression leiden, geringere MPS zeigen und dass unipolare Depression häufig mit Schwierigkeiten in der Emotionswahrnehmung einhergeht. Basierend auf diesen Observationen wurde die Hypothese aufgestellt, dass geringe MPS schon vor der Geburt des Kindes PPD vorhersagen könnte. Neben der Hypothese wurde auch untersucht, ob auditiver und visueller MPS korrelieren und auch ob MPS sich nach der Geburt systematisch verändert. Zusätzlich wurde untersucht ob es Unterschiede in der Grundeinstellung respektive positiver bzw. negativer Signale zwischen Müttern mit PPD und denen ohne geben könnte. Zu guter Letzt wurden auch soziodemographische Faktoren erhoben und mit PPD 12 Wochen nach der Geburt in Bezug gebracht. Um dies alles zu untersuchen, wurde ein Maß für die auditive und visuelle MPS bei Schwangeren erhoben, wobei visuelle MPS sowohl für die Detektion von traurigen als auch glücklichen Gesichtern erhoben wurde. Die gleichen Maße wurden dann nochmals 6 Wochen nach der Geburt erhoben. Außerdem wurde auf Depression vor der Geburt, sowie 6 und 12 Wochen nach der Geburt getestet. In der Tat zeigen die Daten sowohl, dass höhere visuelle Signaldetektionswerte bezogen auf traurige Gesichter nach der Geburt mit den Depressionswerten signifikant interagieren, als auch, dass die Depressionswerte mit korrekteren Antworten bei nur sehr leicht traurigen Gesichtern einhergehen. Auch wenn diese Daten suggerieren, dass Depression somit scheinbar eher mit höherer als mit niedrigerer Sensitivität in Bezug steht, erscheint eine plausiblere Erklärung zu sein, dass eine übertriebene Sensitivität vorliegt, die als Sensitivitätsfehler bezeichnet werden kann. Diese interessante Einsicht verlangt allerdings nach weiteren Studien. Des Weiteren zeigen die Ergebnisse, dass sich MPS durchaus nach der Geburt verändern kann: vergleicht man Erstgebärende mit Müttern, die ein weiteres Kind zur Welt bringen, so zeigte sich, dass letztere im Vergleich zu den Erstgebärenden etwas an Sensitivität bezogen auf fröhliche Gesichter 6 Wochen nach der Geburt verlieren – möglicherweise, weil sie nun (wieder) nur mit dem traurigen Babygesicht konfrontiert sind, denn das Lächeln kommt erst etwas später. Respektive der mütterlichen Faktoren zeigte sich, dass frühere psychische Krankheiten (aber nicht Depression) und auch eine oder mehrere vorangegangene Fehlgeburten pränatale Prädiktoren für PPD sind; während gute familiäre Unterstützung und auch erfolgreiches Stillen des Säuglings als Schutzfaktoren ausgemacht werden konnten. Somit offeriert die Arbeit insgesamt weitere Einsichten bezüglich möglicher Einflussfaktoren auf die Entwicklung von PPD und verlangt danach, dass das Konzept von MPS weiter unter die Lupe genommen werden sollte, denn womöglich hat eine Übersensitivität auf negative Reize einen sehr starken Einfluss auf die Entwicklung von PPD.

Abstract:

More than 10% of new mothers suffer from postpartum depression (PPD) in the first months after giving birth. Seeing that PPD does not only negatively affect the mother, but has several lasting negative effects on child development, we have taken on the challenge to further investigate possible causes and risk factors for PPD symptom onset. The overriding goal of this study was to better understand the relationship between maternal perceptual sensitivity (MPS) and postpartum depression (PPD). We ask, in particular, whether causal predictive factors can be identified that raise the risk for the onset of PPD. Based on research, showing that mothers with depression display lower levels of sensitivity toward their infants and that unipolar depression is often accompanied by difficulties in perceiving emotions, why hypothesized that lower MPS prior o delivery would be correlated with higher levels of depression symptoms after birth. We also investigated if auditory and visual MPS were related to each other and whether MPS was a stable trait or whether there were systematic changes after the arrival of and interaction with a new baby. We furthermore explored whether there were biases toward either negative or positive stimuli across groups (higher vs. lower severity of depressive symptoms). Finally, we looked if any sociodemographic variables and maternal factors were correlated with the onset of depression in the first 12 weeks after delivery. Expectant mothers were measured for MPS toward infant cries, happy infant faces, and sad infant faces. MPS was again measured 6-weeks postpartum. For this, signal detection method was employed. Depression was measured for before birth, at 6- and 12-weeks postpartum. The results showed that more sever levels of depression symptoms in the postpartum period were correlated with higher scores in sensitivity toward negative expressions and higher accuracy at in detecting low intensity sad infant facial expressions. While these findings suggest heightened maternal sensitivity toward negative signals is related to depression, a more plausible explanation is that in fact a sensitivity error is correlated with depression. This interpretation should be tested in further studies. Additional findings show that multiparous mothers experience a drop in sensitivity toward positive facial expressions 6 weeks after delivery. This is possibly due to the fact that infants in the first 6 weeks of life mainly communicate through negative signals. Concerning maternal factors, we found a history of mental health disorders other than depression and a history of miscarriage to be antenatal predictors of PPD; in contrast, family support and nursing served as protective factors in the postpartum period. Our findings bring further insights into predictive factors for the onset of PPD, but also call into question the definition of MPS used within this thesis, as it is likely that hypersensitivity toward negative signals poses a risk factor for the development of PPD.

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