VEGFR-2 Expression in hepatozellulären und cholangiozellulären Leberkarzinomen und duktalen Pankreaskarzinomen und klinische Korrelation mit dynamischem Kontrastmittel-verstärktem CT am Beispiel von hepatozellulären Neubildungen

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URI: http://hdl.handle.net/10900/76672
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-766725
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-18074
Dokumentart: Dissertation
Date: 2017-06-19
Source: Thaiss et al Eur J Radiol, 2016. 85(11): p. 2036-2041
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Fend, Falko (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2017-06-02
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Pathologie , Leberkrebs , Bauchspeicheldrüsenkrebs
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Tumorangioneogenese beeinflusst Tumorwachstum und Metastasenentwicklung, und wird von mehreren proangiogenetischen Faktoren beeinflusst. Die wichtigste Rolle spielt dabei der vaskuläre endotheliale Wachstumsfaktor (VEGF) und der korrespondierende Rezeptor-2 (VEGFR-2). 95 Fälle von hepatozellulären Karzinomen und 47 Fälle von intrahepatischen colangiozellulären Karzinomen wurden mit entsprechendem Kontrollgewebe in tissue micro arrays zusammengefasst. Ein klinisches Kollektiv von 34 Patienten mit hepatozellulären Karzinomen bei bekannter Leberzirrhose wurde anhand von Ganzschnitten untersucht, diese Tumore korrelierte man mit dynamischem Kontrastmittel-CT (Thaiss et. al). Getrennt wurden 74 Fälle von duktalen Pankreaskarzinomen, 24 Fälle chronischer Pankreatitis und 23 reguläre Pankreata in tissue micro arrays aufgearbeitet. Die Kollektive wurden immunhistochemisch für VEGFR-2 gefärbt. Der immunhistochemische Einsatz von VEGFR-2 diskriminiert zwischen hyper- und hypovaskularisierten Tumoren. Die zunehmende Arterialisierung bei der Genese von HCC ließ sich anhand signifikanter Zunahme der VEGFR-2 Expression darstellen. CCCs und PDAs waren bei Färbung mit VEGFR-2 hypovaskularisiert. Ebenso wie in der Studie von Thaiss war die hier vorliegende Untersuchung retrospektiv ausgerichtet und konnte nicht mit aktualisierten klinischen Daten verglichen werden. Das retrospektive Studiendesign im klinischen Kollektiv und die relative geringe Fallanzahl von DEC-CTs mit konsekutiver Histologie ohne unmittelbare Therapie oder initialem MRI vor Therapie schränkten die Aussagekraft der vorliegenden Studie etwas ein. Zusammenfassend fanden wir für HCC, DLN, RLN unterschiedliche VEGFR-2 Expressionsmuster, die gut mit nicht invasiven Perfusionsparametern bei Anwendung eines DCE-CT (oder VPCT) korrelierten. Beide Parameter ermöglichten somit eine Unterscheidung zwischen HCC und seinen Vorläuferläsionen, und sind auf Grund ihrer engen Korrelation für den Einsatz und als monitoring im Rahmen einer einer VEGFR-2 gerichteten Therapie geeignet. Inwieweit die Anwendung beider Parameter bei der Differentialdiagnose HCC/CCC in zirrhotischen Lebern und für die Beurteilung von cholangiozellulären Läsionen in der Leber herangezogen werden kann, bleibt abzuwarten. Bei der chronischen Pankreatitis als Vorläuferläsion des duktalen Pankreaskarzinomes war eine signifikant erhöhte Vaskularisierung zu erkennen, allerdings bezogen sich diese Ergebnisse auf flächenmäßig kleine TMAs. Diese Beobachtung muss in einer weiteren Studie mit regulären Schnittpräparaten verglichen werden, zumal duktale Pankreaskarzinome in unseren Untersuchung eindeutig hypovascularisiert waren. Bisher gibt es noch keinen Vergleich mit DCE-CT (oder VPCT) in Analogie zu den Ergebnissen beim HCC. Der immunhistochemische Einsatz von VEGFR-2 kann somit aufgrund der Hypervaskularisation zur Dignitätseinschätzung hepatozellulärer Proliferate und zu deren monitoring nach Therapie beitragen. Cholangiozelluläre Proliferate hingegen stellten sich als ebenso hypovaskularisiert wie das duktale Pankreaskarzinom dar.

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