Optimierung der Ablationsparameter bei der Mikrowellen-Ablation: Eine Ex-vivo Studie

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URI: http://hdl.handle.net/10900/75186
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-751865
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-16588
Dokumentart: Dissertation
Date: 2017
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Pereira, Philippe L. (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2017-02-23
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Radiologie
Other Keywords: Mikrowellenablation
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Die Mikrowellenablation hat sich neben der Radiofrequenzablation zu einer Alternative, bzw. zu einer ergänzenden Therapieoption zur Operation bei der Behandlung von tumorösen Erkrankungen der Leber, Nieren und Lunge entwickelt. Haupteinsatzgebiet als minimalinvasive Alternative stellen vor allem kleine tumoröse Läsionen, meist kleiner als 3 cm dar, bzw. Läsionen47. Bei größeren Tumoren besteht die Gefahr, dass aufgrund der geringen Ablationsvolumina vitales Tumorgewebe nicht vollständig behandelt wird. Die Ablationssysteme wurden in den letzten Jahren ständig weiterentwickelt um die Limitierungen, wie z.B. dem Heat-Sink Effekt zu reduzieren. Hier zeigt sich im Vergleich mit anderen Ablationssystemen die MWA im Vorteil. In dieser Arbeit wurden verschiedene Versuchsaufbauten mit dem MWA System der Firma Valleylab unter ex vivo Bedingungen untersucht. Die Variablen bestanden Anzahl der Ablationsantennen, Ablationsdauer, Ablationsleistung, Abstand der Ablationsantennen im Mehrsondenversuch und Winkel im 2- Sondenversuch zu einander. Die größten gemessenen Kurzachsen werden mit drei Ablationsantennen mit einem Abstand von jeweils drei Zentimeter zueinander bei höchster Leistung und längster Versuchsdauer erreicht. (Langachse 58 mm, Kurzachsen 50 mm und 46 mm) Ein weiterer Abstand der Ablationsantennen ergab keine zusammenhängende Ablationszone und gefährdet somit den Therapieerfolg. Ein Vorteil in der Verwendung dreier Ablationsantennen ist die sphärische Form der Koagulationsvolumina. Hierbei zeigt sich die Verwendung von lediglich zwei Sonden als nachteilig. Bei den Versuchen mit unterschiedlichen angulierten Antennen, zeigte sich v.a. bei großen Winkeln ab 30° eine als herzförmig zu beschreibende Koagulationszone, was sich als Nachteil am basisnahen Bereich darstellt. Hier können zwar große Koagulationsvolumia erreicht werden, jedoch sind die sich überschneidenden Volumina eher gering, was sich auch an der wenig sphärischen Form zeigt. Es konnte in dieser Arbeit auch gezeigt werden, dass eine Verringerung der Leistung sich signifikant negativ auf die Kurzachsen auswirkt und somit im praktischen Alltag nur zur gezielten Komplikationsvermeidung zur Verwendungen kommen sollte. Eine Verkürzung der Ablationsdauer auf 5 Minuten zeigt signifikant schlechtere Ergebnisse als die Versuche mit 10 und 15 Minuten und gefährdet somit den Therapieerfolg.Weiterhin zeigt sich, dass der Abstand der Ablationsantennen im Zwei- bzw. Dreisondenversuch nicht zu groß gewählt werden darf. Hier zeigt sich bei steigendem Abstand eine sich verringernde Langachse. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass sich die Koagulationsvolumina sich nicht mehr ergänzen, sondern nur schneiden und es so im proximalen und distalen Bereich der Ablationszone zu Bereichen kommen kann, bei den Tumorgewebe nicht sicher abladiert werden kann.

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