Internetpräsenz, Qualitätsziele und Bewertung des Qualitätsmanagements von Krankenhäusern in Deutschland

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URI: http://hdl.handle.net/10900/74542
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-745423
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-15946
Dokumentart: PhDThesis
Date: 2017
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Eichner, Martin (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2017-02-02
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Qualitätsmanagement
License: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

In dieser Promotionsarbeit werden 706 deutsche allgemeine Krankenhäuser untersucht. Anhand ihrer Internetauftritte, Qualitätsberichte und beschriebener Zertifizierungen wird der Stand des Qualitätsmanagements an deutschen Krankenhäusern dargestellt. Dafür werden die Webseiten der Häuser, die Qualitätsberichte von 2006 sowie 2010 einschließlich Zertifizierungen systematisch erfasst und auf definierte Analysekriterien (z.B. Patientenorientierung) hin untersucht. Auf den Webseiten hat die Anzahl an Informationen über Qualitätsmanagement zugenommen. Während 2006 nur 52% der Kliniken über Qualitätsmanagement informieren, sind es im Jahr 2010 bereits 88% der Kliniken, wovon genau die Hälfte direkt auf der Startseite das Qualitätsmanagement thematisiert. Entsprechend dem gewachsenen Informationsgehalt über Qualitätsmanagement findet sich auch bei 70% aller Kliniken der Qualitätsbericht auf der Webseite (2010). Während Behandlungsverfahren oft beschrieben werden, werden Behandlungsergebnisse nur sehr selten dargestellt (< 5%). Zusammenfassend ist der Bereich der Internet-Präsenz noch ausbaufähig. In den Qualitätsberichten zeigt sich, dass zu Themenbereichen wie der Patientenzufriedenheit zwar von mehr als 90% der Häuser Qualitätsziele beschrieben werden, dass diese allerdings nur allgemein formuliert sind. Konkrete Ziele wie beispielsweise „Patientenzufriedenheit von mindestens 80%“ werden nur in einzelnen (< 1%) Fällen genannt. Die Frage, ob diese Ziele auch erreicht wurden, beantworten immerhin rund die Hälfte aller Kliniken, wenn auch ohne konkrete Zahlen („Ziele wurden erreicht“). Bei den Zertifizierungen dominiert deutlich DIN EN ISO mit 53%, gefolgt von KTQ mit 32%. Während 2010 mehr als doppelt so viele Krankenhäuser nach DIN EN ISO zertifiziert sind als 2006, ist bei Zertifizierungen nach KTQ keine Zunahme zu beobachten. Zu berücksichtigen ist, dass mehrere Zertifizierungen gleichzeitig vorliegen können. In gewisser Analogie zur steigenden Zahl an Zertifizierungen bezeichnen sich immer mehr Krankenhäuser in Deutschland als Zentren. Bei den in dieser Arbeit beispielhaft thematisierten vier Zentrumsarten (Brust-, Tumor-, Perinatal- und Darmzentrum) kann durchweg eine deutliche Zunahme festgestellt werden, ganz besonders bei Darmzentren. Insgesamt zeichnet sich ein gut entwickeltes Qualitätsmanagement an deutschen allgemeinen Krankenhäusern ab. Auch wenn es ausbaufähige Punkte gibt. Unter anderem sollten in den Qualitätsberichten konkrete Qualitätsziele genannt werden. Außerdem sollte der Teil D des Qualitätsberichtes wieder aufgenommen werden. Dazu wird im Kapitel 4.4 ein Entwurf eines möglichen Fragenbogens vorgestellt.

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