Quantitative Erhebung distaler Motorik bei Parkinson-Patienten mit und ohne Mutation im LRRK2-Gen sowie klinisch nicht betroffenen LRRK2-Mutationsträgern und Gesunden

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/73446
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-734463
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-14854
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2016
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Medizin
Gutachter: Berg, Daniela (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2016-11-18
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Schlagworte: Parkinson-Krankheit
Freie Schlagwörter: LRRK2-Gen
Dardarin
Q-Motor
Leucin Rich Repeat Kinase 2
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Die vorliegende Arbeit untersucht die quantitative distale Motorik bei Parkinson-Patienten mit und ohne (IPS= idiopathisches Parkinson-Syndrom) LRRK2-Mutation, sowie bei klinisch nicht betroffenen LRRK2-Mutationsträgern und Gesunden. Zur Erfassung der distalen motorischen Funktion wurde das Q-Motor-System benutzt. Im Bereich des PGLT konnten keine signifikanten Unterschiede innerhalb der symptomatischen Kohorte gefunden werden. Beim Speeded Tapping zeigten die Parameter für die mittlere Kraft und die mittlere Tapdauer signifikante Unterschiede zwischen den Kohorten der erkrankten LRRK2-Träger, der IPS-Gruppe und der gesunden Probanden. Die asymptomatische Gruppe, bestehend aus klinisch gesunden LRRK2-Mutationsträgern und Gesunden ohne diese Mutation, wies in keinem Test signifikante Unterschiede auf. Lediglich im PGLT waren Trends zu erkennen. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass erkrankte LRRK2-Träger trotz längerer Krankheitsdauer eine geringere motorische Dysfunktion als IPS-Patienten haben. Ein langsamerer Verlauf der Erkrankung, sowie eine bessere Kompensation bei jüngeren Erkrankungsalter könnten ursächlich dafür sein. Auch im Q-Motor konnten diese Unterschiede nachgewiesen werden. Vor allem die Aufgaben Speeded Tapping und Metronomic Tapping offenbarten signifikante Unterschiede zwischen den Kohorten. Änderungen distaler Bewegungsmuster konnten in asymptomatischen LRRK2-Trägern nicht detektiert werden. Zusammenfassend konnten mittels Q-Motor Erhebung Unterschiede in der distalen Motorik detektiert werden, welche eine Basis für größere longitudinale Studien darstellt. Sollten die Ergebnisse bestätigt werden, könnte diese Form der Erhebung u.a. zur Darstellung eines Progressionsmarkers für den Verlauf aber auch für Interventionsstudien genutzt werden.

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