Expression mesenchymaler Stammzell-Marker auf Sarkomen

DSpace Repository


Dateien:

URI: http://hdl.handle.net/10900/71560
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-715608
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-12972
Dokumentart: Dissertation
Date: 2016
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Kopp, Hans-Georg (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2016-07-18
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Weichteiltumor
Other Keywords: Expression mesenchymaler Stammzell-Marker auf Sarkomen
License: Publishing license excluding print on demand
Show full item record

Inhaltszusammenfassung:

Diese Arbeit liefert eine Vielzahl an Daten für ein funktionelles Expressionsmuster von neuen MSC-Markern auf Sarkomen, MSCs und Fibroblasten. Verschiedene co-exprimierte spezifische MSC-Marker sind wahrscheinlich nicht spezifisch für Weichteilsarkome. Um das Expressionsprofil im primären Tumorgewebe (Rhabdomyosarkom, Leiomyosarkom und Liposarkom) darzustellen, wurde die Immunhistochemie (IHC) gewählt, in der sich eine Bindung des primären Antikörpers in einer Färbereaktion zeigt. Zur Einordnung einer spezifischen Färbung dienten zusätzlich Positiv- und Negativkontrollen in Form eines Multi tissue-Blocks (Haut, glatte Muskulatur, Fett und Mamma Karzinom) und einer Hämatoxylin-Eosin-Färbung des jeweiligen Gewebes. Aufgrund der in der Arbeitsgruppe erstellten FACS-Daten der Sarkome, mesenchymalen Stammzellen und Vorhautfibroblasten wurden acht Antikörper ausgewählt, um sie weiter an primärem Sarkomgewebe mittels IHC zu erproben. Eine Immunphänotypisierung durch ein einheitliches Differenzierungsmuster gestaltet sich bei den Weichteilsarkomen bedingt durch die verschiedenen Sarkomtypen erschwert. Zusammenfassend ist eine hohe interindividuelle Varianz der Antigenexpression festzustellen. Hierdurch bedingt kam es bei den IHC-Färbungen kaum zu einem homogenen Färbemuster durch die Antikörper. Ein Grundverständnis des Expressionsprofils in Weichteilsarkomen würde eventuell verbesserte Behandlungsmöglichkeiten implizieren, so wie bereits bei der Leukämie (22). Zur Unterstützung der Tumorstammzellen-Hypothese, bei der eine Zellsubpopulation zur Aufrechterhaltung des Tumors führt (24), wäre die Identifikation verschiedener spezifischer Sarkom-Marker essentiell. Die Vermutung, dass Sarkome aus MCSs entstehen, wird stark unterstützt (14-17). Die Tatsache, dass alle hier getesteten Antikörper sowohl auf mesenchymalen Stammzellen, als auch auf embryonalen und adulten Fibroblasten Färbungen zeigen, zeigt, dass es sich um eine große Fibroblasten Familie handelt (26). Trotzdem scheinen manche Marker, die sich sowohl mesenchymale Stammzellen, als auch Sarkome teilen, spezifischer für maligne Zellen verglichen mit den Fibroblasten: TNAP, CD271, W5C5 und CD344 zu sein (1). Die IHC-Färbemuster im Zytoplasma präsentierten sich oft inhomogen innerhalb einer Sarkomgruppe, welches die Hypothese einer Subpopulation unterstreicht. Die Expression von W5C5, TNAP und CD271 zeigte Subpopulationen mit hohem Proliferationspotential auf, was wiederum auf eine potentielle Hierarchie in Sarkomzellen schließen lässt (1). SUDS2 wird mit hoher Wahrscheinlichkeit spezifisch in Gefäßen angefärbt. W3D5A9 färbte mit mittlerer Intensität in der IHC das Mammakarzinom an. Perspektivisch könnte eine fortführende Validierung des Expressionsprofils ausgehend von einer Subpopulation mit einer höheren primären Tumorprobenzahl mittels IHC-Färbung vergleichend mit FACS-Analyse unter Einbeziehung des klinischen Verlaufes interessant sein. Eventuell könnten Rückschlüsse bezüglich einer hoch politerativen Subpopulation und die Vorhersage des Krankheitsverlaufes gezogen werden.

This item appears in the following Collection(s)