Die Bedeutung der hochauflösenden MRT im Vergleich zum Standard-T2-MRT in der Diagnostik des pädiatrischen Hydrozephalus

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URI: http://hdl.handle.net/10900/70855
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-708559
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-12268
Dokumentart: Dissertation
Date: 2016
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Schuhmann, Martin (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2016-06-02
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Wasserkopf , Kernspintomografie
Other Keywords: pädiatrischer Hydrozephalus
hochauflösende MRT
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Inhaltszusammenfassung:

Diese Dissertation untersucht die Bedeutung der hochauflösenden MRT im Vergleich zur konventionell T2 gewichteten MRT in der Diagnostik des pädiatrischen Hydrozephalus. Bis heute ist die Physiologie des Liquorflusses und die Pathophysiologie des Hydrozephalus nicht komplett verstanden. Es werden im Rahmen der hydrodynamischen Hypothese zunehmend neben intraventrikulären Obstruktionen oder einer Ausflussbehinderung aus dem 4. Ventrikel auch extraventrikuläre Obstruktionen als Ursache eines Hydrocephalus diskutiert. Das hydrodynamische Konzept geht von einer Störung der Pulsatilität im Bereich der vier Hauptkomponenten innerhalb des Schädels, venöses und arterielles Blut, Hirngewebe und Liquor, aus. Membranen oder Engstellen, die sich im Liquorraum einschließlich der basalen Zisternen befinden, können nach diesem Konzept über eine Störung der freien Liquorpulsatilität einen Hydrozephalus (mit)verursachen. In dieser Studie wurden 80 pädiatrische Patienten mit Hydrozephalus unterschiedlicher Genese retrospektiv jeweils konventionell T2 gewichtete MRT-Aufnahmen mit zeitgleich angefertigten den Liquorraum hochauflösenden darstellenden MRT-Bildern verglichen. Anhand eines Fragebogens wurden die Lokalisationen etwaiger Auffälligkeiten wie Stenosen, Obstruktionen oder Okklusionen erfasst, und zwar je von einem erfahrenen Neuroradiologen und Neurochirurgen. Ziel der Studie war nachzuweisen, dass die hochauflösende MRT der konventionellen diagnostisch überlegen ist und ebenso die Hypothese zu belegen, dass die Mehrzahl alle Fälle des kindlichen Hydrocephalus mit Obstruktionen/Okklusionen, meist an multiplen Orten, einhergeht. Bei allen Patienten wurden mittels der hochauflösenden MRT meist sogar multiple Auffälligkeiten diagnostiziert. Jeder Patient hatte Membranen im Bereich der basalen Zisternen und 90% der Patienten hatte zusätzlich Obstruktionen oder Stenosen im ventrikulären System. Die hochauflösende MRT zeigte sowohl für die Augen des Neuroradiologen als auch für die des Neurochirurgen signifikant mehr Auffälligkeiten als die konventionell T2 gewichtete MRT. Sie war der konventionellen MRT besonders im Bereich der basalen Zisternen überlegen. Die Anzahl der insgesamt gefundenen Auffälligkeiten betrug für die konventionell T2 gewichtete MRT 274 für den Neuroradiologen und 153 für den Neurochirurgen; die Anzahl für die hochauflösende MRT war 593 für den Neuroradiologen und 497 für den Neurochirurgen. Die Tatsache, dass bei allen Patienten den Liquorfluss theoretisch behindernde Auffälligkeiten im Liquorsystem, insbesondere auch extraventrikulär, gefunden wurden unterstützt die These, dass der pädiatrische Hydrozephalus im wesentlichen obstruktiv bedingst ist. Allerdings kann mittels der hochauflösenden MRT keine Aussage über den obstruktiven Beitrag der diagnostizierten Membranen und ihren Krankheitswert im Sinne eines prozentuellen Beitrags zur Veränderung der Liquordynamik in diesem Bereich und somit zum Gesamtkrankheitsbild getroffen werden. Um dies zu verifizieren sind weiterführende Untersuchungen nötig, allerdings existieren momentan noch keine MRT Techniken, die diese Art der komplexen Änderung des Liquorfluss quantitativ messbar darstellen könnte.

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