Immunhistochemische Untersuchungen an muskelinfiltrierenden Harnblasenkarzinomen zur Aufklärung der klinischen Bedeutung von PTOV1 und XPA-210

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URI: http://hdl.handle.net/10900/70760
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-707600
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-12173
Dokumentart: Dissertation
Date: 2016
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
4 Medizinische Fakultät
Department: Medizinische Fakultät
Advisor: Schwentner, Christian (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2016-05-17
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Urologie , Blasenkrebs
Other Keywords: Harnblasenkarzinom
PTOV1
XPA-210
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Inhaltszusammenfassung:

Sowohl in der Diagnostik als auch in der Behandlung des Harnblasenkarzinoms sind noch Problemfelder zu bearbeiten. So sind die in der Diagnostik zur Verfügung stehenden molekularen Marker nach wie vor limitiert und nicht immer eindeutig aussagekräftig. Das Harnblasenkarzinom ist durch seine Unterschiedlichkeit im klinischen Verlauf gekennzeichnet, dabei stehen nur wenige prädiktive molekulare Parameter zur Verfügung. Mit XPA-210 und PTOV1 sind zwei neue molekulare Marker beschrieben, die durch ihre Eigenschaft als Proliferationsmarker eine potentielle Bedeutung für die Diagnostik und Therapie des Harnblasenkarzinomes haben könnten. Ziel der vorliegenden Arbeit war, an einem charakterisierten Kollektiv die klinische Bedeutung der beiden Marker zu evaluieren. An einem Kollektiv von 111 Patienten, die sich in der Klinik für Urologie in Tübingen einer Zystektomie unterzogen haben, wurde mittels der Tissue Microarray-Technik Tumorgewebe und Urothelgewebe der Harnblase immunhistochemisch auf die Expression und zelluläre Lokalisation der beiden Marker untersucht und diese den klinischen Daten und dem individuellen Krankheitsverlauf gegenübergestellt. Es ergab sich für XPA-210 eine deutlich häufigere Expression im Harnblasenkarzinom im Vergleich zum normalen Urothelgewebe (p<0,001) bei einer vermehrten zytoplasmatischen Expression (p=0,003). Signifikante Korrelationen bestanden dabei zwischen der Expression und dem T-Stadium (p=0,01) sowie der zellulären Lokalisation und dem M-Stadium (p=0,01). Während XPA-210 keine Einflüsse auf das rezidivfreie Überleben wie auch das Gesamtüberleben zeigen konnte, war das tumorspezifische Überleben von Patienten mit stärkerer Expression im Zellkern deutlich reduziert. Im Fall von PTOV1 ergab sich im Tumorgewebe eine erniedrigte Färbeintensität im Vergleich zum Normalgewebe (p=0,02) bei einer vermehrten nukleären Expression (p<0,0001). Signifikante Zusammenhänge ergaben sich dabei zwischen Expression und dem T-Stadium (p=0,008). Prognostisch zeigten sich sowohl Korrelationen zum rezidivfreien Überleben (p=0,04) als auch zum Gesamtüberleben (p=0,04). Eine schwächere Expression war dabei mit einer geringeren Überlebenswahrscheinlichkeit assoziiert. Somit weisen die ermittelten Daten darauf hin, dass sowohl XPA-210 als auch PTOV1 die Diagnostik des Harnblasenkarzinomes unterstützen und eine potentielle Bedeutung für die Prognostik des Harnblasenkarzinomes erlangen könnten. Der physiologische Hintergrund und damit ein potentieller therapeutischer Ansatz müssen weiterhin aufgeklärt werden.

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