5-Jahres Prognose bezüglich Lebensqualität und Koronarereignissen bei Patienten mit stabiler Angina Pectoris und nicht-stenosierten Koronararterien (ACOVA-Follow-Up-Studie)

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URI: http://hdl.handle.net/10900/70138
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-701389
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-11553
Dokumentart: Dissertation
Date: 2016-05-30
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
4 Medizinische Fakultät
Department: Medizinische Fakultät
Advisor: Sechtem, Udo (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2016-05-09
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Kardiologie , Koronare Herzkrankheit , Koronararterie , Koronarspasmus , Acetylcholin , Lebensqualität , Prognose
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

In der ACOVA-Studie zeigten sich bei 62% der Patienten mit stabiler Angina pectoris und nicht-stenosierten Koronararterien im Acetylcholin-Test (ACH-Test) Koronarspasmen. Datenmaterial zur Prognose dieser Patienten in Bezug auf Überleben, Koronarereignisse und Lebensqualität findet sich kaum. Um diese Punkte besser beurteilen zu können, wurde bei Patienten der ACOVA-Studie eine 5-Jahres Follow-Up-Studie durchgeführt. Folgende Endpunkte wurden bei den 212 Studienpatienten bestimmt: Tod (kardial/nicht-kardial), nicht-tödlicher Myokardinfarkt, persistierende Angina Pectoris und Dyspnoe sowie Schlaganfall, erneute Herzkatheteruntersuchung und weitere Therapieoptionen. Die Analyse schloss 109 Patienten mit stenosierender KHK (Stenose >50%) und 103 Patienten ohne obstruktive KHK, bei welchen in 88 Fällen ein ACH-Test durchgeführt wurde, ein. Inwieweit Migräne, Morbus Raynaud und Angststörungen/Depressionen vorliegen, wurde ebenfalls erhoben. Zur Evaluation der Lebensqualität wurde der Seattle Angina Questionnaire (SAQ) herangezogen. Die Kaplan-Meier Analyse ergab eine signifikant höhere Mortalität und Rate für Koronarereignisse (kardialer Tod/nicht-tödlicher Myokardinfarkt) für Patienten mit stenosierender KHK (jeweils p=0,004). Persistierende Angina Pectoris war häufiger bei Patienten mit nicht-stenosierten Koronararterien als bei Patienten mit obstruktiver KHK (49, 48% <> 33, 30%; p = 0,079). Die Ergebnisse aus dem SAQ und die Zahl an erneuten Koronarangiographien waren vergleichbar für beide Gruppen (10, 10% <> 19, 17%, p=0,07). Signifikant mehr Patienten mit nicht-stenosierten Koronararterien gaben Angststörungen/Depressionen an (p=0,007) und litten darüber hinaus häufiger an Migräne (p=<0,0005). Die Studie zeigt, dass Patienten mit stabiler Angina pectoris, nicht-stenosierten Koronararterien und Nachweis von Koronarspasmen eine niedrigere Mortalität und Koronarereignisrate nach 5 Jahren als Patienten mit stenosierender KHK haben. Allerdings ist die Morbidität bei Patienten mit Angina Pectoris ohne stenosierende KHK als Beschwerdeursache vergleichbar bzw. erhöht in Bezug auf anhaltende Angina pectoris, Lebensqualität, Migräne und Angststörungen/Depressionen, was u.a. zu einer ähnlichen Rate an erneuten Koronarangiographien im Vergleich zu Patienten mit stenosierender KHK führt.

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