Die Ausprägung der Zusammenarbeit von Hausärzten und Betriebsärzten in Baden-Württemberg - Ergebnisse einer quantitativen Befragung

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URI: http://hdl.handle.net/10900/69936
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-699369
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-11351
Dokumentart: Dissertation
Date: 2016
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Rieger, Monika (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2015-12-02
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Medizin , Hausarzt , Betriebsarzt
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Die Ausprägung der Zusammenarbeit von Hausärzten und Betriebsärzten in Baden-Württemberg – Ergebnisse einer quantitativen Befragung Mehne, Jakob1, Moßhammer, Dirk2, Michaelis, Martina3, Wilm, Stefan4, Rieger, Monika A.1 1Institut für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Versorgungsforschung, Universitätsklinikum Tübingen, 2Lehrbereich Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Tübingen; 3FFAS – Freiburger Forschungsstelle Arbeits- und Sozialmedizin; 4Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Düsseldorf Hintergrund: Präventions-, Rehabilitations- und Wiedereingliederungsmaßnahmen sind Beispiele für überlappende Arbeitsgebiete von Hausärzten (HÄ) und Betriebsärzten (BÄ). Hierzulande existiert die Kooperation beider Berufsgruppen erfahrungsgemäß lediglich in Ansätzen. Im Hinblick auf die gesellschaftlichen Veränderungen in Deutschland scheint eine effiziente Zusammenarbeit beider Arztgruppen sinnvoll zu sein. Ziel der Studie ist die quantitative Erhebung der Erfahrungen und Haltungen von HÄ und BÄ zu ihrer Zusammenarbeit. Methoden: Ausgehend von einer Literaturübersicht (1) und einer eigenen qualitativen Untersuchung (2, 3) wurde ein Fragebogen entwickelt. Dieser wurde im Februar 2014 postalisch an HÄ und BÄ in Baden-Württemberg versandt (einmaliger Recall). Die Auswahl der HÄ (n=1000) erfolgte durch eine Zufallsstichprobe auf der Internetseite der KVBW. Die BÄ-Befragung erfolgte als Vollerhebung der VDBW-Mitglieder bis 65 Jahre (n=385). Ergebnisse: Der Rücklauf betrug 31% bei den HÄ und 48% bei den BÄ. Im Median von 4 (1 stimme gar nicht zu – 5 stimme voll zu) gaben beide Berufsgruppen „klar getrennte Aufgabenbereiche“ an. Die Fragen, ob Zusammenarbeit notwendig sei oder verbessert werden müsse, wurden jeweils mit 4 (HÄ) bzw. 5 (BÄ) beantwortet. Angaben zur Gestaltung der Zusammenarbeit (z. B. Erreichbarkeit) oder Rahmenbedingungen (z. B. Vergütung für Kommunikation, Behandlungspfade) waren im Median meist 3 bei beiden Gruppen. Unterschiede zeigten sich bei der Bewertung von charakteristischen Aussagen zur Zusammenarbeit beider Arztgruppen: „BÄ sollen präventive Leistungen von der gesetzlichen Krankenversicherung vergütet bekommen“ wurde durch die HÄ im Median mit 1 und durch die BÄ mit 4 beantwortet bzw. „bei arbeitsplatzbezogenen Attesten von Hausärzten überwiegt der Schaden den Nutzen“ mit 2 (HÄ) bzw. 4 (BÄ). Diskussion: Die Ergebnisse implizieren ein Interesse von BÄ und HÄ an einer Verbesserung und Intensivierung ihrer Zusammenarbeit. Sowohl BÄ als auch HÄ bewerteten zahlreiche Themengebiete als wichtig für die Zusammenarbeit. Hieraus lassen sich Handlungsfelder z.B. für zukünftige Modellprojekte ableiten. Literatur: 1 Moßhammer D et al., Arbeitsmed. Sozialmed. Umweltmed. 2011; 5: 301-307. 2 Moßhammer D et al. Int Arch Occup Envir Health 2014; 87(2): 137-146. 3 Moßhammer D et al. Z. Evid. Fortbild. Qual. Gesundh. Wesen 2012; 106(2): 639-648.

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