Wörterbuch der Melancholie: Stichwort 'Leisten, Leistenmüssen'

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URI: http://hdl.handle.net/10900/68991
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-689914
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-10408
Dokumentart: Aufsatz
Date: 2016-03
Language: German
Faculty: 5 Philosophische Fakultät
5 Philosophische Fakultät
Department: Philosophie
DDC Classifikation: 100 - Philosophy
Keywords: Melancholie , Leistung , Angst , Selbstwertgefühl , Sinn , Künstler , Zhuangzi
Other Keywords: Selbstausdruck
Lebensform
Lebenspraxis
fear
life praxis
feeling of self-worth
melancholy
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Inhaltszusammenfassung:

Leistung reicht bis an die Wurzeln unserer Existenz: Leistung kann etwa missbraucht werden zur Verdeckung von Angst oder Problemen des Selbstwertgefühls. Ein positiver Begriff eines zu sich selbst befreiten Leistens wird in unserer Kultur oft in Zusammenhang mit dem (als Ideal auf die Romantik zurückgehenden) Begriff eines Leistens als Selbstausdruck genannt. Melancholiker, so der Heidelberger Psychiater H. Tellenbach, meinen häufig besonders viel leisten zu müssen, um eine diffus empfundene Schuld abzutragen. Zugleich ist ihnen aufgrund ihres schwachen und durch Selbstkritik zusätzlich labilen Wollens, Wünschens und Planens der Ausweg in ein Leisten als Selbstausdruck oft verwehrt. Hier sucht das Stichwort eine Lösung - und findet sie in einem ganz eigenen Begriff eines befreiten Leistens, der in einem längeren Gedankengang aus Texten des Zhuangzi (370-287 v.Chr.) entwickelt wird.

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