Entwicklung und Einsatz eines EDV-basierten Informationssystems als digitale Patientenakte zur Qualitätssicherung und Optimierung der Arbeitsabläufe in der Strahlentherapie

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URI: http://hdl.handle.net/10900/68000
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-680002
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-9419
Dokumentart: Dissertation
Date: 2016-01-28
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
4 Medizinische Fakultät
Department: Medizinische Fakultät
Advisor: Bamberg, Michael (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2016-01-20
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Strahlentherapie , Qualitätssicherung , Krankenunterlagen , Chemotherapie , Bestrahlung , Software
Other Keywords: Radioonkologie
digitale Patienenakte
Klinikinformationssystem
Abrechnung
Pathways
patientfiles
chemotherapy
radiotherapy
quality
radioonclogy
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Um die komplexen, multidisziplinären Arbeitsabläufe in einer strahlentherapeutischen Klinik in einem Softwareprogramm abzubilden ist eine genaue Prozessanalyse erforderlich. Die Aufgabe ist so umfangreich, dass sie nur in aufeinander abfolgenden Entwicklungsstufen vollzogen werden kann. Diese Stufen der Programmentwicklung entsprachen beim vorliegenden Projekt zunächst den unterschiedlichen Arbeitsbereichen der radioonkologischen Klinik. Begleitend zur Ausbildung des Autors dieser Dissertation als Assistenzarzt wurde für den jeweiligen Arbeitsplatz eine Umsetzung der Prozesse der täglichen Routine in das Softwareprogramm vorgenommen. Im ersten Entwicklungsabschnitt war eine Verwaltung stationärer und teilstationärer Patienten mit Zugriff auf ihre Diagnosen, Nebendiagnosen, onkologischen Verläufen und stationären Behandlungsverläufen umgesetzt geworden. Das Programm hatte ein Modul zur Verwaltung und Verschreibung von Chemotherapien erhalten und es konnten Kurzbriefe mit Medikamentenlisten generiert werden. Die stationären und teilstationären Patienten konnten von entsprechend berechtigten Nutzern von allen Arbeitsbereichen aus am PC-Arbeitsplatz eingesehen werden. Im zweiten Entwicklungsabschnitt wurden die onkologischen Ambulanzen eingebunden. Hierbei wurde zunächst ein geeignetes Terminmanagement etabliert und dann neben der Befundorganisation die Erstellung von Bestrahlungsverordnungen implementiert. Im dritten Entwicklungsabschnitt wurden die Bestrahlungsgeräte als Arbeitsbereiche implementiert. Neben dem Terminmanagement und der Fraktionserfassung wurden Programmteile zur Unterstützung von Neueinstellungen und Verifikation vorgesehen. Im vierten Entwicklungsabschnitt wurde der Arbeitsbereich der Planung in das Programm aufgenommen. Neben der Terminverwaltung wurde ein Softwaremodul zur Betrachtung von CT-Planungs- und Simulationsbildern umgesetzt. In weiteren Entwicklungsabschnitten wurde die Qualitätssicherung und wissenschaftliche Auswertungen unterstützt und schließlich die Arztbriefschreibung sowie die Erfassung von Daten für die Abrechnung mit den Krankenkassen im Programm eingebunden. Parallel zur Implementierung der o.g. Arbeitsbereiche im Onkologie Informationssystem ist die digitale Patientenakte als Kernstück der Software und Pendant zur Papierakte weiter entwickelt, angepasst und erweitert worden. Medizinische Behandlungspfade - sogenannte Pathways - waren in das Programm aufgenommen worden um leitlinienbasierte Arbeitsabläufe in der täglichen Routine zu unterstützen. Eine graphisch und interaktiv aufwändige Umsetzung dieser Pathways führte zum Erscheinungsbild eines im Programm integrierten multimedialen elektronischen Kurzlehrbuchs, welche das gesamte Projekt inhaltlich stimmig abgerundet hatte. Durch die eng an der klinischen Routine orientierte Umsetzung war eine praxisnahe Gestaltung der Software erfolgt. Ein stetig wachsender Anteil des Programmes konnten von Anfang an genutzt und bei der täglichen Arbeit eingesetzt werden. So waren neben der eigenen Erfahrung des Autors auch zahlreiche konstruktive Rückmeldungen der Anwender aus den verschiedenen Berufsgruppen, die in einer strahlentherapeutischen Klinik beschäftigt sind für den nachhaltigen Erfolg des Projektes mit verantwortlich. Während zunächst einzelne Arbeitsprozesse qualitativ und im Zeitbedarf optimiert werden konnten waren mit dem Fortschreiten der Programmentwicklung und der damit bedingten zunehmenden Datenaquise Synergie-Effekte festzustellen, die diverse Auswertungen für die Qualitätssicherung, Wissenschaft und zuletzt auch die Abrechnung möglich machten.

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