Einführung einer neuen operativen Methode in der Brustchirurgie: Stellenwert der Sentinel Lymphknotenbiopsie unter qualitätsgesicherten Aspekten

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URI: http://hdl.handle.net/10900/67774
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-677747
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-9193
Dokumentart: Dissertation
Date: 2016
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Fersis, Nikos (PD Dr.)
Day of Oral Examination: 2014-10-20
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Sentinel-Lymphknoten , Brustkrebs
Other Keywords: Sentinel Lymphknoten
Mammakarzinom
sentinel node
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Inhaltszusammenfassung:

Hintergrund: Das Mammakarzinom steht an erster Stelle der malignen Erkrankungen der Frau in Deutschland. Die operative Standardtherapie umfasst in der Regel die brusterhaltende Therapie des Primärtumors und bisher die Entfernung von mindestens 10 axillären Lymphknoten im Bereich Level I und II. Da dieser Eingriff mit einer hohen Schulter-Arm-Morbidität einhergeht und ein Großteil der Patienten durch die axilläre Lymphonodektomie übertherapiert wird, wurde die Sentinellymphonodektomie als zuverlässige Alternativmethode etabliert. Ziel dieser Studie war es, unter qualitätsgesicherten Aspekten ein neues operatives Verfahren in der Klinik zu etablieren und Schlussfolgerungen anhand des eigenen Patientenkollektivs zu ziehen. Methodik: In unserer vorliegenden prospektiven Studie, schlossen wir 184 Frauen mit primärem Mammakarzinom ein, die zwischen 1998 und 2001 eine Sentinellymphonodektomie an der Universitätsfrauenklinik Tübingen erhalten hatten. Bei 159 von 188 Patientinnen konnte ein Sentinellymphknoten erfolgreich mittels Farbstoffmethode, peritumorös injiziert, dargestellt werden. Das ergibt eine Detektionsrate von 86%. Die Spezifität betrug 92%, die Sensitivität 69%. In der Gruppe der Frauen, die trotz negativen Sentinellymphknoten axillär disseziert worden sind, zeigte sich in 12 von 159 Fällen ein nodal positiver Axillastatus. Das entspricht einer Falsch-Negativ-SN-Rate von 7,5%. In unserem Patientenkollektiv fanden sich bezüglich der Tumorgröße 120 Patientinnen (65%) im T1-, 44 Patientinnen (24%) im T2-, 14 Patientinnen (8%) im T3- und 6 Patientinnen (4%) im T4-Stadium. Diskussion: Mit dem hohen Anteil an T1-Tumoren lässt sich der Rückschluss auf die relativ niedrige Falsch-Negativ-Rate ziehen. Die Ergebnisse unserer Untersuchung stimmen mit der derzeitigen Literatur überein. Nodalnegativen Patientinnen kann durch diese Methode bei deutlicher Reduktion der Morbidität im Schulter-Arm-Bereich die axilläre Lymphonodektomie erspart werden, ohne dabei die onkologische Sicherheit zu gefährden. Die Sentinellymphonodektomie hat sich als zuverlässige Methode zur Bestimmung des Axillarstatus etabliert.

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