Materialsammlung: Workshop Reader

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URI: http://hdl.handle.net/10900/66740
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-667407
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-8160
Dokumentart: Sonstiges
Date: 2006
Source: Projekt Primäre Prävention von Gewalt gegen Gruppenangehörige - insbesondere: junge Menschen ; (2006) 3
Language: German
Faculty: Kriminologisches Repository
Kriminologisches Repository
Department: Kriminologie
DDC Classifikation: 360 - Social problems and services; associations
Keywords: Deutschland , Jugendkriminalität , Hate crime , Prävention , Projekt
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Inhaltszusammenfassung:

Am 02. Dezember 2002 veranstaltete die Projektgruppe 'Primäre Prävention von Gewalt gegen Gruppenangehörige' (ein Projekt des Deutschen Forums für Kriminalprävention im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz) einen Workshop in den Bonner Räumlichkeiten des Bundesinnenministeriums zum Thema 'Prävention von Hate Crime in Deutschland'. Für die Arbeit der Projektgruppe war es zu diesem Zeitpunkt wichtig, die bis dahin gesammelten und diskutierten theoretischen Aspekte der Problematik von Hassverbrechen in Deutschland unter dem Gesichtspunkt präventiver Ansätze zu fundieren. Neben einer kriminologischen Dokumentation und eines psychologischen Gutachtens, einem internationalen Symposium am 07.März 2003 und dem Endbericht, steht daher besonders der Workshop für die Projektgruppe im Vordergrund, bei dem sieben soziale Projekte aus ganz Deutschland ihre Arbeit vorgestellt haben. Die kurze Beschreibung der Projekte zeigt die Vielfalt und Kreativität der Angebote: Die Arbeit der Projekte 'difference troubles' und 'KomBi' konzentriert sich auf den Bildungs- und Aufklärungsbereich zum Abbau von Vorurteilen, z.B. homosexueller Lebensweisen und setzt dabei auf Multiplikatorenfortbildungen im pädagogischen Bereich. Die interkulturelle und gemeinwesenorientierte Arbeit in Kindertageseinrichtungen ist Grundlage des Berliner Projektes 'Kinderwelten', das sich an dem aus den USA stammenden Anti-Bias-Approach orientiert. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von 'Konflikt-KULTUR' richten ihr Fortbildungsangebot, welches z.B. Mediation und Streitschlichtung beinhaltet, direkt an Fachkräfte aus den Bereichen Pädagogik und Psychologie, an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie an deren Eltern. Beim Pilotprojekt 'ESE: Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung e.V.' werden an zwei Realschulen für die Dauer eines Schuljahres die Themen 'fremde Kulturen' und 'interkulturelle Verständigung' von externen Fachkräften unterrichtet mit dem Ziel des 'sich Hineinversetzen' der Schüler in fremde Lebensweisen, Bräuche und Kulturen. Das aus Australien stammende Projekt 'TripleP' (Positive Parenting Program) setzt auf die Vermittlung von positiven Werten bei der Kindererziehung und richtet sich u.a. mit Gruppenkursen direkt an die Eltern. Herr Lutger Schmidt berichtete schließlich über die Voraussetzungen, Schwierigkeiten und Herangehensweisen Pädagogischer Arbeit mit Aussiedlerjugendlichen. Gerade die Intergruppenkonflikte, gewalttätige Auseinandersetzungen der Aussiedlerjugendlichen mit anderen ethnischen Gruppen, standen hier im Vordergrund. Für die weitere Arbeit der Projektgruppe Hate Crime ergab sich aus den Ausführungen der eingeladenen Projekte u.a. die Einsicht, dass gerade die primäre bzw. soziale Prävention, die zum einen bei den jungen und jüngsten Menschen der Gesellschaft ansetzt und zum anderen in Institutionen verankert ist, die den größten Einfluss auf diese Personen haben, ein großes Potential an Präventionsmöglichkeiten besitzt. Dies gilt gerade für die Prävention von negativen Einstellungen und Aggressionsbereitschaft gegen Mitglieder fremder Gruppen. Dabei wird Sekundärprävention nicht ausgeschlossen, doch muss, insbesondere von staatlicher Seite aus, der Ausbau von frühzeitigen Maßnahmen vorangetrieben werden. In Hinblick darauf, dass alle Projekte positive Evaluationsergebnisse vorweisen können, kann diese Aussage auch empirisch belegt werden. Im Folgenden sind die Darstellungen der Projekte abgedruckt, die einen Einblick in die Arbeit, Ziele, Methoden und Ergebnisse derselben geben sollen. Daneben findet sich im letzten Kapitel die Beschreibung eines Projektes, welches erst nach dem Workshop der Arbeitsgruppe vorgestellt worden ist. Hierbei handelt es sich um einen Präventionsansatz im Bereich der Fußballvereine, initiiert vom Württembergischen Fußballverband.

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