Erhebung zur Situation der Erziehungs- und Familienberatungsstellen. Rahmenbedingungen, Prävention, Kooperation

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URI: http://hdl.handle.net/10900/66585
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-665851
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-8005
Dokumentart: Report (Bericht)
Date: 2005
Language: German
Faculty: Kriminologisches Repository
Kriminologisches Repository
Department: Kriminologie
DDC Classifikation: 360 - Social problems and services; associations
370 - Education
Keywords: Familie , Beratung , Prävention , Kooperation
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Inhaltszusammenfassung:

Erziehung, Erziehungsverantwortung und der Stellenwert, den Erziehung in unserer Gesellschaft hat, sind zentral innerhalb der Empfehlungen der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK): “Ächtung von Gewalt und Stärkung der Erziehungskraft von Familie und Schule”. In diesem Kontext sind die Bereitschaft und die Fähigkeit zur Wahrnehmung der Erziehungsaufgabe und zur Vermittlung von Sozialkompetenz wichtig, Zielgruppen sind dementsprechend primär die Eltern aber auch ErzieherInnen und LehrerInnen. Von Bedeutung sind in diesem Zusammenhang die bestehenden bzw. erforderlichen Unterstützungsangebote für Erziehende. Insbesondere Eltern müssen als zumeist “ungelernte” Kräfte ihre Erziehungsaufgabe wahrnehmen; Erziehung erfolgt durch “trial and error”, fehlendes Wissen führt häufig zu Verunsicherungen, normale Erziehungsschwierigkeiten werden als persönliches Problem und eigenes Versagen empfunden. Eltern brauchen deshalb Informationen und - je nach Bedarf - unterschiedlich intensive und ausgestaltete Unterstützungsangebote. Es gibt bereits viele Angebote auch der direkten professionellen Beratung, über 1000 einschlägige Beratungsstellen stehen dafür bundesweit zur Verfügung. Diese Angebote werden aber von vielen Erziehenden, auch oder gerade, wenn sie Probleme haben, nicht in Anspruch genommen. Zunächst ist es wünschenswert, dass Bewusstsein dafür geschaffen wird, dass es erstrebenswert ist, ein gute Erziehung zu leisten, die es jungen Menschen erleichtert ihre Identität zu entwickeln. Die Integration in die oft soziale Umwelt wird so erleichtert und das eigene Sozialverhalten wird gestärkt. Der Appell an die Erziehungsverantwortung sollte einhergehen mit der Motivation von Erziehenden, sich Beratung und Unterstützung zu holen. Gleichzeitig ist es wünschenswert, dass die Zugangsstrukturen der Dienste den potentiell Betroffenen offen stehen. Auswirkung einer entsprechend verbesserten Orientierung wäre, dass auf die Beratungsstellen eine erhöhte Nachfrage zukäme. Dies macht nur Sinn, wenn eine erhöhte Nachfrage nach Erziehungs- und Familienberatung auch gedeckt werden kann. Sollte dies nicht möglich sein, wären entsprechende Sensibilisierungsmaßnahmen für Prävention in der Erziehungs- und Familienberatung eher kontraproduktiv und führen zu enttäuschten Erwartungen der nach Hilfe Nachfragenden. Vor diesem Hintergrund sollen im Rahmen einer Studie die aktuelle Situation der Erziehungs- und Familienberatungsstellen (im folgenden Text abgekürzt als EFB), ihre inhaltlichen Schwerpunkte, aber auch ihre finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen für ihre Arbeit untersucht werden. Der Zeitraum “nach Erfurt” wird besonders beleuchtet: Etwaige Veränderungen innerhalb der letzten 3 Jahre, sowohl in Bezug auf die Nachfrage, als auch auf die personelle und finanzielle Ausstattung sind bedeutsam.

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