Etablierung von Messgrößen zum sicheren Legen eines Pneumothoraxdrains bei Früh- und Neugeborenen

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URI: http://hdl.handle.net/10900/64364
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-643645
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-5786
Dokumentart: Dissertation
Date: 2015
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Poets, Christian F. (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2015-07-22
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Pneumothorax , Neugeborenes , Pleuradrainage , Sicherheit
Other Keywords: Frühgeborenes
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Hintergrund und Fragestellung: Aufgrund einer letalen Komplikation in Form einer Myokardperforation, die beim Legen eines Pigtail-Katheters zur Pleuradrainage bei einem Frühgeborenen aufgetreten war, wurden Messgrößen erhoben, um die Sicherheit dieses Eingriffes zu erhöhen. In der Literatur wurden zu dieser Fragestellung bisher keine Daten berichtet. Methode: Retrospektiv wurden Röntgenaufnahmen des Thorax von 131 Kindern mit einem Geburtsgewicht von 420 bis 4930 g, und prospektiv sonographisch erhobene Messdaten von 20 Kindern mit einem Geburtsgewicht von 640 bis 2660 g ausgewertet. Es wurde mit einer radiologischen Meßmethode der minimale Abstand des Herzens von der parietalen Pleura im 4. und 5. ICR, und mit einer sonographischen Methode die Dicke der Thoraxwand im jeweils ersten ICR ober- und unterhalb der Mamille in der vorderen Axillarlinie ermittelt. Hierbei handelt es sich um die üblichen Punktionshöhen beim Legen eines Thoraxdrains. Die erhobenen Daten wurden in Perzentilen-Diagramme überführt und die Kurven für die korrespondierenden ICR miteinander verglichen. Ergebnisse: Die 97,5. Perzentile für die Dicke der Thoraxwand im ersten ICR oberhalb der Mamille und die Summe aus 2,5. Perzentile der Dicke der Thoraxwand im ersten ICR oberhalb der Mamille und der 2,5. Perzentile des Abstandes des Herzens von der parietalen Pleura im 4. ICR wurde in einem gemeinsamen Diagramm dargestellt. Die beiden Kurven schnitten sich nicht. Ebenso wurde mit den entsprechenden Kurven für den ersten ICR unterhalb der Mamille und den 5. ICR verfahren, auch diese Kurven schnitten sich nicht. Schlussfolgerung: Es gibt sowohl im 4. als auch im 5. ICR bei der Pleurapunktion einen Bereich für die Einstichtiefe der Hohlkanüle, bei dem bei 97,5 % der Kinder die Thoraxwand sicher durchstochen und bei 97,5 % der Kinder die Distanz von der Hautoberfläche zum Herzen nicht überschritten wird. Dieser Bereich ist mit 4,56 – 5,18 mm im ersten ICR oberhalb der Mamille und mit 2,77 – 3,42 mm im ersten ICR unterhalb der Mamille allerdings sehr klein.

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