Sicherheit und Effizienz von hochdosiertem Stickstoffmonoxid (NO) zur Behandlung von Lungeninfektionen bei Patienten mit Cystischer Fibrose

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URI: http://hdl.handle.net/10900/64303
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-643031
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-5725
Dokumentart: Dissertation
Date: 2015
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizinische Fakultät
Advisor: Riethmüller, Joachim (PD Dr. med.)
Day of Oral Examination: 2014-10-24
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Mukoviszidose , Stickstoffmonoxid , Sicherheit
Other Keywords: Cystische Fibrose
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Obwohl die CF eine Multiorganerkrankung ist, stellt die Lungenerkrankung, bedingt durch chronische Infektion mit Problemkeimen, mit 85 % der Mortalität die Haupttodesursache der betroffenen Patienten dar. CF-Patienten erhalten über die gesamte Lebensspanne hinweg eine zunehmende Dosis an Antibiotika, die unter anderem aufgrund vermehrter Resistenzentwicklungen zu rezidivierenden, therapeutisch schwer angehbaren Lungeninfektionen führen. Stickstoffmonoxid (NO) ist eine im menschlichen Organismus vorkommende Verbindung, die in vitro und in vivo an Tiermodellen eine antimikrobielle Wirkung gegenüber einem großen Spektrum an Mikroorganismen zeigte. Außerdem bewies eine Phase I Studie an gesunden Erwachsenen, dass die intermittierende Applikation von 160 ppm NO sicher ist. Die in dieser Arbeit vorgestellte Phase I Studie untersuchte die Sicherheit und Durchführbarkeit einer intermittierenden Inhalation von 160 ppm NO an acht CF Patienten. Hierfür erhielten die Patienten dreimal täglich über eine Zeitspanne von zweimal fünf Tagen 160 ppm NO über eine Dauer von 30 Minuten. In der Studie konnte nachgewiesen werden, dass die Verabreichung von hochdosiertem NO sicher ist und bei keinem Patienten Nebenwirkungen aufgetreten sind, die zu einer Beendigung der Studie geführt hätten. Die Intention-to-treat-Analyse ergab im Mittel eine signifikante Reduktion der Kolonie bildenden Einheiten (KBE) aller untersuchten Bakterien und Pilze. Zudem stieg der Lungenfunktionsparameter FEV1 im Vergleich zum Ausgangswert um 17,3 ± 8,9 % an (p = 0,012). Schlussfolgernd stellt sich die Frage, ob eine NO-Therapie bei CF-Patienten die Behandlung von chronischen bakteriellen Lungeninfektionen verbessern kann. Vor allem eine effiziente Therapie von sogenannten Problemkeimen mit erworbenen oder bestehenden Resistenzmechanismen gegenüber Antibiotika könnte durch die Behandlung mit NO in der Zukunft an Bedeutung gewinnen.

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