Entwicklung eines mRNA basierten Transkript Therapieansatzes zur Behandlung der Erkrankung Epidermolysis bullosa

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URI: http://hdl.handle.net/10900/63938
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-639388
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-5360
Dokumentart: PhDThesis
Date: 2015-06-29
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Handgretinger, Rupert (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2015-04-09
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Epidermolysis bullosa , Gentherapie
Other Keywords: mRNA Therapie
mRNA therapy
License: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Die Hauterkrankung Epidermolysis bullosa (EB) zeichnet sich durch eine Blasenbildung der Haut und Schleimhäute aus, die mit immensem Leid für die betroffenen Patienten verbunden ist. Seit Jahrzehnten werden intensiv neue Behandlungsoptionen gesucht, wobei sich bisherige Strategien auf gentherapeutische und zellbasierte Ansätze konzentrieren. Bis heute umfassen diese Untersuchungen den Einsatz von retroviralen Vektoren, die intradermale Injektion von Fibroblasten bzw. mesenchymalen Stromazellen, die intradermale Applikation von rekombinant hergestellten Proteinen, sowie die Durchführung einer Knochenmarksstammzelltransplantation. Im Rahmen dieser Dissertation sollten die bisherigen therapeutischen Möglichkeiten dahingehend erweitert werden, dass mit Hilfe von synthetisch hergestellten mRNAs eine fehlende Genexpression in Hautzellen wiederhergestellt wird. Dabei ist es gelungen, für eine Kontroll mRNA (codierend für das Fluoreszenzprotein DsRed) und zwei verschiedene Adhäsionsmoleküle der Haut (Desmoglein-3 und Kollagen 7) entsprechende mRNAs in vitro zu synthetisieren und aufzureinigen. Nach Etablierung eines Protokolls zur erfolgreichen mRNA Transfektion von humanen und murinen Keratinozyten und Fibroblasten war es möglich die Dsg3 codierende mRNA in Dsg3 knockout Keratinozyten bzw. die Col7 codierende mRNA in Col7a1 hypomorphen Fibroblasten in vitro zu expri-mieren. Der Nachweis der Expression konnte sowohl auf mRNA-Ebene mittels RT-PCR erbracht werden, als auch auf Protein-Ebene mittels immunhistochemischer Färbungen. In dieser Arbeit konnte nachgewiesen werden, dass Keratinozyten und Fibroblasten in Zellkultur mit mRNA transfiziert werden können und eine fehlende Genexpression dadurch kompensiert werden kann. Somit stellen diese Experimente den Ausgangspunkt für weiterführende in vivo Untersuchungen dar, mit dem Ziel, in den entsprechenden Mausmodellen eine Genkorrektur herbeizuführen. Sollte dies gelingen, stünde eine vielversprechende Therapieoption für Patienten mit EB zur Verfügung.

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