Untersuchung unterschiedlicher Einstellungen des Hochfrequenzgenerators auf die Fusionsqualität bei thermischer Gewebefusion mit schmalen (2mm) bipolaren Klemmen

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URI: http://hdl.handle.net/10900/63813
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-638135
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-5235
Dokumentart: Dissertation
Date: 2015
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Zubke, Wolfgang (PD Dr.)
Day of Oral Examination: 2015-05-12
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Koagulation
Other Keywords: Gewebefusion
Hochfrequenzgenerator
bipolare Koagulation
high-frequency current
burst pressure
vessel sealing
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Inhaltszusammenfassung:

Die vorliegende ex-vivo Studie wurde durchgeführt, um abzuklären, ob auch mit schmalen (2 mm) Koagulationszangen sichere Gewebeverschlüsse erzielt werden können. Hierzu wurden drei verschiedene Koagulationszangen mit unterschiedlichen Branchengeometrien und verschiedenen Generatoreinstellungen gewählt. Die Versuche erfolgten an Nierenarterien und am Dünndarmgewebe. Als Hauptbewertungskriterium wurde der Burst Pressure gewählt. Nebenkriterien waren die Maximaltemperatur zwischen den Branchen, der Energieeintrag pro Elektrodenfläche, die Gewebeschrumpfung, die Größe des thermischen Lateralschadens und die Gesamtdauer der Aktivierung. Am Dünndarmgewebe erzielte der Prototyp BCD3 unabhängig von den unterschiedlichen Generatoreinstellungen die höchsten BP-Mittelwerte (168,6 mmHg bei 1,6 Aeff 100 V) von allen drei untersuchten Instrumenten. Das Instrument erzielte mit 100 % Gewebeversiegelungen. Der Prototyp BCD1 erreichte ebenfalls Erfolgsraten von 100 %, erzielte jedoch niedrigere BP-Mittelwerte (108,4 mmHg bei 1,2 Aeff 160V). Das Instrument PT16 zeigte mit 70 % geringere Erfolgsraten (76,1 mmHg bei 1,2 Aeff 160 V). An den Nierenarterien erreichte ebenfalls der Prototyp BCD3 die höchste Erfolgsrate der Thermofusion mit 92 % bei einer Generatoreinstellung von 1,2 Aeff und 100 V. Der Prototyp BCD1 erreichte maximal eine Erfolgsquote von 67 % (bei 1,6 Aeff 100 V) und der Prototyp PT16 erzielte bei keiner der gewählten HF-Generatoreinstellungen eine erfolgreiche Thermofusion. Die Geometrie der Koagulationsbranchen der einzelnen Prototypen zeigten einen signifikanten Einfluss auf dei Erfolgsrate des BP (Dünndarm: BCD3 vs. BCD1 bei 0,6 Aeff 160 V p=0,001; BCD3 vs. PT16 bei 0,6 Aeff 160 V p=0,001; Nierenarterie: BCD3 vs. BCD1 bei 0,6 Aeff 100 V p=0,041; BCD3 vs. PT16 bei 0,6 Aeff 100 V p=0,0001). Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass auch mit bipolaren Klemmen mit einer Branchenbreite von 2 mm sichere Gefäßversiegelungen erzielt werden können, wenn optimierte Branchengeometrien der Koagulationszangen mit angepassten Generatoreinstellungen verwendet werden.

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