Immunhistochemischer Nachweis eines lokalen Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems im Peritoneum und dessen Rolle bei der Pathogenese der peritonealen Fibrose im Rahmen von Urämie, Peritonealdialyse und enkapsulierender Peritonealsklerose (EPS)

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URI: http://hdl.handle.net/10900/59049
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-590496
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-473
Dokumentart: Dissertation
Date: 2015-02-03
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Alscher, Mark Dominik (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2014-12-16
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Bauchfell , Aldosteron , Renin , Angiotensinogen , Angiotensin II , Angiotensin I , Transforming Growth Factor , Nuklearfaktor , Fibrose , Dialyse , Peritonealdialyse , Niereninsuffizienz , EPS , Vitamin-D-Gruppe
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Diese experimentelle Studie untersuchte mit immunhistochemischen Methoden die Expression des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) sowie des Vitamin D-Rezeptors und der Zytokine TGF-β1 und NFκB im menschlichen Peritoneum. Zudem wurde durch den Vergleich verschiedener Stadien der peritonealen Fibrose eine mögliche Beteiligung dieser Moleküle beziehungsweise der zugrundeliegenden Hormonachsen bei der Pathogenese der enkapsulierenden Peritonealsklerose (EPS) untersucht. Insgesamt wurden 49 Patienten in die Studie eingeschlossen und in die Gruppen der Urämie, der Peritonealfibrose und der EPS eingeteilt. Die untersuchten Gewebeproben wurden im Rahmen operativer Eingriffe zu definierten Zeitpunkten mit Einverständnis der Patienten gewonnen, zudem wurden verschiedene klinische Charakteristika und persönliche Daten der Patienten erhoben. Hinsichtlich dieser Daten wurde das Patientenkollektiv „gematcht“, um die Vergleichbarkeit der beobachteten Ergebnisse zu erhöhen. Alle untersuchten Moleküle konnten mit immunhistochemischen Methoden in den Peritonealgeweben nachgewiesen werden. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass Blutgefäße in EPS-Patienten signifikant niedrigere immunreaktive Scores (IRS) für das Angiotensin Converting Enzyme 2 (ACE 2) aufwiesen (p < 0.05). Zudem ergaben sich Hinweise darauf, dass der Mineralocorticoid-Rezeptor in Blutgefäßen von EPS-Patienten eine erhöhte Aktivität zeigt (p < 0.01). Darüber hinaus zeigte die Auswertung der NFκB-Ergebnisse, dass EPS-Patienten die höchsten IRS erzielten (p < 0.01). Die Ergebnisse dieser Studie weisen darauf hin, dass das RAAS eine wichtige Rolle in der Entstehung der EPS spielen könnte. Aus einer verminderten Aktivität des ACE 2-vermittelten Signalwegs könnte ein Überwiegen des als profibrotisch angesehenen ACE 1-/AT II-/AT1R-Signalwegs mit hierdurch induzierter Aldosteron-Aktivierung resultieren. Ebenso scheint der wichtige Entzündungsmediator NFκB im Rahmen der EPS hochreguliert zu sein.

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