Elektrophysiologische invasive Charakterisierung der Arrhythmogenität von Narbenarealen in der kontrast-verstärkten Magnetresonanztomographie bei Patienten mit nicht-ischämischer Kardiomyopathie

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URI: http://hdl.handle.net/10900/58984
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-589840
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-408
Dokumentart: Dissertation
Date: 2015-01
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Schreieck, Jürgen (PD Dr.)
Day of Oral Examination: 2014-11-27
DDC Classifikation: 000 - Computer science, information and general works
610 - Medicine and health
Keywords: Herzmuskelkrankheit , Kernspintomographie , Elektrophysiologische Untersuchung
Other Keywords: Mapping
Arrhythogenität
Narbenareale
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Inhaltszusammenfassung:

In der vorliegenden Studie wurde untersucht, inwieweit ein Late Gadolinium Enhancement (LGE), das mittels kontrastverstärkter kardialer Magnetreso-nanztomographie (Kardio-MRT) detektiert werden konnte, bei Patienten mit nicht-ischämischer Kardiomyopathie (NICM) ein arrhythmogenes Substrat darstellt. Dazu wurde bei 31 Patienten (30 Männer, 1 Frau) mit einem Durch-schnittsalter von 58 Jahren mit NICM, einer linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF) ≤50% und bisher nicht aufgetretenen spontanen ventrikulären Tachykardien eine kontrastverstärkte MRT Untersuchung zum Nachweis bzw. Ausschluss eines LGE durchgeführt. Mittels programmierter rechtsventrikulärer Stimulation wurden alle Patienten auf Induzierbarkeit einer anhaltenden ventrikulären Tachykardie untersucht. Zusätzlich wurde bei 26 der 31 Patienten ein elektroanatomisches Mapping des linken Ventrikels zur genauen Charakterisierung der elektrophysiologischen Begebenheiten erstellt. Für die Signalanalyse ergaben sich so 2165 (83±39 je Patient) lokale Elektrogramme, die einzeln hinsichtlich Ihrer Signalkomplexität (maximale bipolare Amplitude, Anzahl der Nulldurchgänge, Anzahl positiver Flexionen und Potenzialdauer) ausgewertet wurden. Bei 23/31 (72%) der Patienten konnte ein LGE in der kontrastverstärkten Kardio-MRT detektiert werden. Gemäß dieser Ergebnisse wurde das Studienkollektiv in zwei Vergleichsgruppen geteilt. Die LVEF lag bei 34±14% in der LGE positiven Gruppe (n=23) gegenüber 35±10% in der LGE negativen (n=8). Bei vorliegendem LGE fanden sich in der detaillierten Signalanalyse signifikant mehr abnorme Elektrogramme (11,5±7,6% vs. 4,0±1,7%, p≤0,01*) im elektroanatomischen Voltage Mapping als Hinweis für eine funktionelle Fibrose. Signifikant höher fanden sich auch die Potenzialdauer (23,3±9,2 ms vs. 19,0±3,3 ms, p≤0,05*) und die Signalkomplexität im Sinne der Anzahl der positiven Flexionen (2,4±0,4 vs. 2,0±0,2, p≤0,05*). Lediglich ein Trend fand sich bei der Auswertung der maximalen bipolaren Amplitude mit 4,9±2,2 mV in der LGE positiven Gruppe gegenüber 5,9±1,5 mV in der LGE negativen (p=0,33). In einem 9-Segment Modell des linken Ventrikels korrelierte die Lokalisation eines LGE im Kardio-MRT mit abnormen endokardialen Elektrogrammen in 157/225 (70%) aller analysierten Segmente. Während der Anteil an Patienten mit elektroanatomisch abnormen Segmenten bei der LGE positiven Gruppe bei 65% lag, fand sich bei fehlendem LGE kein Patient mit einem abnormen Segment (p≤0,01*). Die Ergebnisse der programmierten rechtsventrikulären Stimulation erbrachten eine erhöhte Vulnerabilität für die Induktion anhaltender ventrikulärer Tachykardien oder von Kammerflimmern bei Vorliegen eines LGE (Sensitivität 100%, Spezifität 33,3%). Die Anzahl LGE positiver Segmente erwies sich als unabhängiger Risikofaktor und als Prädiktor für die Induzierbarkeit ventrikulärer Tachykardien. Insgesamt fand sich also ein Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein eines Late Gadolinium Enhancement in der kontrastverstärkten kardialen Magnetresonanztomographie und abnormen Arealen im elektroanatomischen Voltage Mapping sowie eine Assoziation mit erhöhter Induzierbarkeit ventrikulärer Tachykardien bei Vorliegen eines LGE.

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