Bestimmung der Fettverteilung und des Nebennierenvolumens bei gesunden Männern und Frauen sowie depressiven Patientinnen mittels MRT und Korrelation mit anthropometrischen Daten bzw. Hautwiderstandsmessungen

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URI: http://hdl.handle.net/10900/58362
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-583628
Dokumentart: PhDThesis
Date: 2014
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizinische Fakultät
Advisor: Eschweiler, Gerhard (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2014-11-18
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Depression
License: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Es wurde die Fettverteilung von gesunden Männern und Frauen sowie gesunden und depressiven Frauen mittels MRT untersucht und mit anthropometrischen Körpermaßen, verschiedenen Körperfettanalysegeräten (Bioimpedanzmessung =BIA) verglichen, um evtl. ‚einfachere‘ Methoden zur möglichst genauen Voraussage der Körperfettkompartimente zu finden. Insbesondere ist die Ermittlung des Viszeralfetts (VAT=visceral adipose tissue) wichtig, da es im Rahmen des Metabolischen Syndroms [1] mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko sowie mit psychiatrischen Erkrankungen in Zusammenhang steht. [50,51] Insgesamt gab es signifikante Korrelationen der Werte aller drei BIA-Geräte mit dem Gesamtkörperfettgehalt (TAT=total adipose tissue) und dem Subkutanfett (SCAT=subcutaneous visceral tissue), jedoch nicht mit dem VAT. Eine adäquate Schätzung des VAT war deshalb mittels BIA nicht besonders gut möglich. Die Korrelation des Taillenumfangs mit dem SCAT ergab die höchsten Korrelationen der anthropometrischen Daten bei den Männern und Frauen (ρ=0851, p<0,004 bzw. ρ=0,826, p<0,0004) Das VAT (und TAT) wiesen zwar signifikante Korrelationen mit den anthropometrischen Daten auf, eine eindeutige Zuordnung einer ‚einfachen‘ Methode als spezifisch für ein spezielles Körperfettkompartiment war jedoch nicht möglich. Schnittbildverfahren wie MRT-Untersuchungen können daher zur Bestimmung des VAT nicht durch einfachere Methoden ersetzt werden. Insgesamt unterschieden sich die gesunden Frauen von den depressiven Frauen durch ein hochsignifikant höheres Viszeralfettvolumen. Dies entspricht dem Postulat, dass ein erhöhter Stresslevel bei Depressiven mit einem erhöhten VAT einhergeht und zu einem vermehrten kardiovaskulären Risiko führt. Das Nebennierenvolumen (=NNV), Speichelkortisol, Nackendicke und der Grad der Depression wurden ebenfalls bestimmt. Das Cortisol und das NNV sollten als Stressparameter im Rahmen der Depression dienen. Hier ergaben sich nur signifikante Zusammenhänge des NNV mit einem erhöhten Körperfettvolumen. Es fanden sich keine signifikanten Zusammenhänge des NNV mit den Speichelkortisolwerten. Die Korrelation des Taillenumfangs mit dem SCAT ergab die höchsten Korrelationen bei den Männern. Das VAT (und TAT) wies keine eindeutigen Korrelationen mit den anthropometrischen Daten auf und eine genaue Vorhersage der Körperfettverteilung ist deshalb nicht möglich. Schnittbildverfahren wie MRT-Untersuchungen können daher zur Bestimmung des VAT nicht durch einfachere Methoden ersetzt werden.

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