Fall-Kontroll-Studie zur Identifizierung und Bewertung von Risikofaktoren bei extensively drug resistant Pseudomonas aeruginosa besiedelten Patienten

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URI: http://hdl.handle.net/10900/58120
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-581208
Dokumentart: Dissertation
Date: 2014
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Frick, Julia-Stefanie (Prof. Dr.)
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Pseudomonas , Pseudomonas aeruginosa , Fall-Kontroll-Studie
Other Keywords: Risikobewertung
extensively drug resistant Pseudomonas aeruginosa
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

In einer Fall-Kontroll-Studie wurden 20 mit extensively drug resistant Pseudomonas aeruginosa (XDR-PA) besiedelten Patienten und 80 Kontrollpatienten auf Risikofaktoren hin mit einer konditionalen, logistischen Regression untersucht. Das Patientenkollektiv hatte folgende Gemeinsamkeiten: Erstens litten alle Patienten unter einer hämatoonkologischen Grunderkrankung, zweitens befanden sie sich zum gleichen Zeitraum in stationärer Behandlung und drittens waren alle Patienten in der gleichen Abteilung eines Maximalversorgungshauses untergebracht. In dieser Arbeit wurden folgende unabhängige Risikofaktoren entdeckt: Besiedelte Patienten lagen im Median 16 Tage (p<0,0001) länger im Klinikum als nicht besiedelte und wurden in dieser Zeit häufiger klinikintern verlegt (OR 27,49, p=0,003). Darüber hinaus befanden sie sich in einer schlechteren immunologischen Verfassung (OR 5,3, p=0,0039) und wurden in der Regel auch mit mehr invasiv medizintechnischen Geräten versorgt (OR 3,82, p=0,03) als die Kontrollpatienten. Kein signifikanter Unterschied zwischen Fallpatienten und Kontrollpatienten ließ sich bezüglich des Alters (p=0,26), Geschlechts (p=0,053), der Durchführung von Bronchoalveolären Lavagen (p=0,47) sowie des Aufenthalts auf peripherer Station oder Intensivstation (p=0,67) feststellen. Wichtig für die Betreuung von XDR-PA besiedelten Patienten sind die strikte Einhaltung der Hygienemaßnahmen, die Isolierung und die adäquate Antibiotikatherapie. Bei Risikopatienten und immunsupprimierten Patienten ist eine Reduzierung der Verlegungsrate notwendig. Des Weiteren sollten Patienten, welche die oben genannten Risikofaktoren aufweisen, nur mit den nötigsten medizinisch invasiven Geräten versorgt werden sowie konsequent mit Abstrichen und mikrobiologischen Untersuchungen dieser Produkte überwacht werden. Auch das mikrobiologische Monitoring (durch Trachealsekret) erscheint sinnvoll, denn so könnte bei klinisch apparenter Infektion frühestmöglich mit einer gezielten, kalkulierten Antibiotikatherapie reagiert werden.

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