Analyse des maternalen CMV-Serostatus bei Geburt

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URI: http://hdl.handle.net/10900/57850
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-578501
Dokumentart: Dissertation
Date: 2014-11
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizinische Fakultät
Advisor: Hamprecht, Klaus (Professor Dr. med. Dr. rer. nat.)
Day of Oral Examination: 2014-10-13
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Cytomegalie-Virus
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Durch vertikale CMV-Transmission während der Schwangerschaft kann es zu kongenitaler CMV-Infektion und schwerwiegender Schädigung des Feten kommen. Die kongenitale CMV-Infektion ist daher von großer Bedeutung für das staatliche Gesundheitswesen. Bisher waren allerdings keine prospektiven Daten zur Häufigkeit der kongenitalen CMV-Infektion in Deutschland verfügbar. In unserer am UKT durchgeführten CMV-Kongenital-Studie wurden verschiedene CMV-spezifische serologische Methoden angewandt und verglichen. Dabei kamen der ELISA von Medac (Deutschland), CLIA von DiaSorin (Italien) sowie der rekombinante Immunoblot von Mikrogen (Deutschland) zum Einsatz. Zum Zeitpunkt der Geburt wurde mütterliches Blut auf IgG, IgM und IgG-Avidität getestet, außerdem wurde EDTA-Nabelschnurblut aller Neugeborenen CMV-seropositiver Mütter mittels CMV-Pool-PCR gescreent und im Falle eines positiven Ergebnisses wurde das Ergebnis mit Hilfe von Nabelschnur-Trockenblutfilterkarten und Guthrie-Karten bestätigt. Der klinische und virologische Status infizierter Neugeborener wurde longitudinal dokumentiert. Insgesamt wurden im Jahr 2008 1564 korrespondierende Mutter-Kind-Paare getestet, die CMV-Seroprävalenz der Mütter lag dabei bei 47,9 Prozent. Die Inzidenz kongenitaler CMV-Infektionen lag bei 0,25 Prozent. Überraschenderweise ergaben sich bei den serologischen Untersuchungen der Mütter viele Inkongruenzen, vor allem bei der Bestimmung des IgM-Status. Es zeigte sich aber, dass durch Kombination verschiedener serologischer Instrumente CMV-Primärinfektionen auch ohne Nachweis einer IgG-Serokonversion mit hoher Wahrscheinlichkeit detektiert werden können. Wegweisend sind dafür ein hoher IgM-Index, niedrige IgG-Avidität, Abwesenheit von gB-Reaktivität im rekombinanten IgG-Immunoblot sowie polyvalente epitopspezifische CMV-IgM-Reaktivität im rekombinanten IgM-Immunoblot.

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