Josefsgeschichte/Josephsgeschichte - Lesen/Übersetzung, Genießen/Übertragung, Nachdenken/Kommentar (Gen 37-50)

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-72537
http://hdl.handle.net/10900/50032
Dokumentart: Buch (Monographie)
Date: 2014
Language: German
Faculty: 7 Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Department: Informatik
DDC Classifikation: 220 - The Bible
Keywords: Josefserzählung , Diskursanalyse , Textanalyse , Hermeneutik , Konnotation
Other Keywords: Gen 37-50 , hebräische Verbfunktionen , Redaktionskritik , Textanalyse computerunterstützt , Syntax , Semantik , Pragmatik , Dialoganalyse
Discourse analysis , Syntactics , Semantics , Pragmatics , verbal functions
Other Contributors: Balena, Jonas (Ill.)
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Zu Gen 37-50 gibt es seit 150 Jahren die Vermutung, dass der Text exemplarisch für Quellen-/Redaktionsfragen im Alten Testament sei. Aber noch nie hatte jemand eine überzeugende Urfassung des Textes freigelegt. Das ist seit Schweize (1991) anders. - Auf der Basis der dortigen Literarkritik wird im aktuellen Werk sowohl die Ur-Fassung der Josefsgeschichte beschrieben, wie dann auch die umfangreichen redaktionellen Erweiterungen. Die Textbeschreibung läuft textintern wie auch textextern. D.h. mit textwissenschaftlichen Methoden wird der Text sorgfältig beschrieben, computerunterstützt wird aber auch das gesamte AT einbezogen, wobei - (a) - viele gezielte Anspielungen auf andere Texte sichtbar werden, (b) ein Erkenntnisgewinn bezüglich der Datierung der ursprünglichen Josefsgeschichte gewonnen wird: um 400 v.Chr. Der Erzähltext ist also relativ jung, künstlerisch von bewundernswerter Qualität, sehr kritisch zu Theologie, Religion, Kult in Jerusalem eingestellt. Verzichten wollte man im Rahmen der Kanonbildung auf die Erzählung nicht. Aber sie wurde domestiziert durch sehr viele redaktionelle Überarbeitungen und zugleich die verschleiernde Positionierung in der hebräischen Bibel (zwischen Patriarchen- und Exoduserzählung - als willkommene Brücke). Als Nebeneffekt der Arbeit gibt es auch einen alternative Erklärungsvorschlag für die alte Frage nach der Deutung der hebräischen Verbfunktionen. Wichtig ist ein explizites und modernes Verständnis von Sprechakten/Modalitäten. Es zeigt sich: der alte Erzähltext kann auch heute noch mit Gewinn und Genuss gelesen werden. Dazu werden verschiedene Übersetzungen (für verschiedene Zielgruppen) angeboten. Auch zur Wirkungsgeschichte sind diverse Beiträge enthalten. Hinzuweisen ist auch auf die Photocollagen von Jonas Balena, die - wieder - integriert sind.

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