Supporting Interest and Knowledge Exchange Through Mobile Devices and Bookmarking in Science and Technology Museums

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-48968
http://hdl.handle.net/10900/49424
Dokumentart: Dissertation
Date: 2010
Language: English
Faculty: 7 Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Department: Psychologie
Advisor: Hesse, Friedrich W. (Prof. Dr. Dr.)
Day of Oral Examination: 2010-05-05
DDC Classifikation: 150 - Psychology
Keywords: Museum , Psychologie , Mobile Computing , Smartphone , Interesse
Other Keywords: Museen , Wissensaustausch , Mobile Medien , Bookmarking
Interest , Museums , Knowledge exchange , Mobile media , Bookmarking
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Warum sind einige Ausstellungsstücke interessant für bestimmte Besucher? Ist es möglich, in Ausstellungen auftretendes Interesse mit mobilen Geräten zu unterstützen, die Zusatzinformationen zur Verfügung stellen oder die im Museum verfügbaren Informationen an Ort und Stelle verfügbar machen? Ist es möglich, nach dem Ausstellungsbesuch Interesse zu unterstützen, wenn Besucher interessante Informationen während des Besuches speichern können und diese nach dem Besuch auf einer persönlichen Webseite ansehen können? Diese drei Fragen werden in dieser Dissertation bezüglich Wissenschafts- und Technologiemuseen in zwei Studien untersucht. Die erste Studie wurde in einer Laborausstellung über Nanotechnologie mit 62 studentischen Versuchspersonen mit den Faktoren “Verfügbarkeit von Zusatzinformationen” und “Verfügbarkeit von Bookmarking” auf einem mobilen Gerät durchgeführt. Verfügbarkeit von Zusatzinformationen hatte einen starken Effekt auf einen Verhaltensindikator von Interesse, Dauer des Besuches, aber keinen Effekt auf die selbstberichteten Interessens- oder Wissensmaße. Besucher mit Zusatzinformationen berichteten allerdings über eine höhere Beschäftigung mit dem Thema nach dem Besuch, was möglicherweise auf einen “Fuß-in-der-Tür”-Effekt von Zusatzinformationen hinweist. Bookmarking zeigte keinen Effekt aufgrund der seltenen Nutzung der Ausstellungswebsite. Um die Beschränkungen von entlohnten studentischen Versuchspersonen aufzuheben, wurde eine zweite Studie mit höherer ökologischer Validität durchgeführt. Die zweite Studie wurde als Feldstudie in einem realen Museum mit 188 normalen Besuchern durchgeführt. Die Experimentalgruppe (n =75) hatte sofortigen Zugang zu allen Ausstellungsinformationen auf dem mobilen Gerät und konnte Informationen speichern, während die Kontrollgruppe (n = 113) das Museum ohne technische Unterstützung besuchte. Eine exploratorische Faktorenanalyse (PAF, Varimax) wurde durchgeführt, welche zur Identifikation von vier Faktoren in der Besucher-Ausstellungsstück-Beziehung führte, die bestimmen, ob ein bestimmtes Ausstellungsstück für einen bestimmten Besucher interessant ist: Anziehungskraft, Sofortiges Vergnügen, Vertrautheit, und Informationswert. Diese vier Faktoren können erklären, warum interaktive und das mit Abstand größte Exponat überzufällig häufig als interessantestes Ausstellungsstück genannt werden. Sie können auch die subjektiven Theorien von Kuratoren und die Theorien von Museumsforscher bezüglich interessanter Exponate erklären. Ein starker Effekt des Gerätes auf die Besuchsdauer wurde gefunden, allerdings nicht für die selbstberichteten Interessens- und Wissensmaße. Bookmarking wurde von der Experimentalgruppe selten verwendet. Der Einfluss des Gerätes kann erklärt werden, wenn man die von Rounds (2004) auf Museumskontexte angewendete “Information Foraging Theory” um die Effekte von mobilen Geräten im Museum erweitert: Wenn ein virtueller Informationsraum mit einem mobilen Gerät über den Informationsraum des physischen Museums aufgespannt wird, kann dies die Interessenlandschaft für den Museumsbesucher erweitern (Studie 1) und dem Besucher die Exploration der Interessenlandschaft des Museums erleichtern (Studie 2). Dies hat positive Konsequenzen für das Besucherverhalten — die Information wird abgerufen und die Besucher verbringen mehr Zeit in der Ausstellung mit dem Gerät, bevor Museumsmüdigkeit auftritt, während die Selbstberichte keine Unterschiede aufweisen, denn sie wurden nach dem Besuch erfasst (als das Interesse für alle Besucher wieder die gleiche Stärke erreicht hat). Entsprechend können mobile Geräte genutzt werden, um das Interesse von Besuchern zu unterstützen. Obwohl Bookmarking von einigen Besuchern verwendet wurde, konnten diesbezüglich keine Effekte gefunden werden, da eine Nachbereitung von Museumsbesuchen sehr selten ist. Die Motivation der Besucher, den Besuch eines Museums nachzubereiten, muss zuerst erhöht werden, bevor Bookmarking einen Einfluss aufweisen kann.

Abstract:

Why are some exhibits interesting for a particular visitor? Is it possible to support this elicited interest during the museum visit with mobile devices that offer additional information or with the information that is available in the museum on the spot? Is it possible to support interest after the museum visit when visitors are able to bookmark the information that they personally found interesting during their visit and to view this information on a personal webpage after the visit? These three questions are addressed in the two studies of the present dissertation thesis in the context of science and technology museums. The first study was conducted in a laboratory exhibition about nanotechnology with 62 student participants and the two factors “availability of additional information” and “availability of bookmarking” on a mobile device. Availability of additional information had a strong effect on visit duration as a behavioral indicator of interest, but no effect on self-reported interest or knowledge measures. However, visitors with additional information reported more post-visit involvement with the topic, possibly indicating a “foot-in-the-door” effect of additional information. Bookmarking did not show an effect, as the exhibition webpage was rarely used. To alleviate constraints with paid student participants, a second study with higher ecological validity was conducted in an actual museum. The sample comprised 188 regular visitors, with the experimental group (n = 75) having immediate access to all exhibition information on the mobile device and being able to bookmark information, while the control group (n = 113) visited the museum unassisted. An exploratory factor analysis (PAF, varimax) led to the identification of four factors in the visitor-exhibit relationship that determine whether a particular exhibit is interesting for a particular visitor: Attraction Power, Instant Enjoyment, Familiarity, and Information Value. These four factors can explain why interactive and the by far largest exhibit is mentioned more frequently as the most interesting exhibit than their occurrence in the museum would suggest. The four factors can also explain subjective theories of museum curators and the theories of museum professionals regarding interesting exhibits. A strong effect of the device was found for visit duration, but not for self-reported interest and knowledge. Bookmarking was rarely used by the experimental group. The influence of the device can be explained by Rounds’ (2004) application of information foraging to the museum context if this theory is augmented by the effects of using a mobile device in the museum. Adding a virtual information space on a mobile device on top of the information space of the physical museum can enlarge the interest landscape for the museum visitor (Study 1) and support the visitor in exploring it (Study 2). This has beneficial consequences for visitor behavior — information is accessed, and visitors spend more time in the exhibition using the device before museum fatigue sets in, while self-reports show no difference as they were assessed after the visit (where interest has reached the same level for all conditions). Consequently, mobile devices can be used to support visitors’ interest. While bookmarking is used by some visitors, no effects could be found, as museum visit wrap-ups by visitors were rare. Visitor motivation for museum visit wrap-ups must be supported first before bookmarking can have any effect.

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