Förderung der sozialen Kompetenz von Kindergartenkindern : Entwicklung und Evaluation eines integrativen Trainings zur Prävention von emotionalen Auffälligkeiten, Verhaltensauffälligkeiten und Beziehungsschwierigkeiten

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-22020
http://hdl.handle.net/10900/48884
Dokumentart: Dissertation
Date: 2005
Language: German
Faculty: 7 Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Department: Sonstige - Informations- und Kognitionswissenschaften
Advisor: Hautzinger, Martin
Day of Oral Examination: 2006-02-15
DDC Classifikation: 150 - Psychology
Keywords: Prävention , Sozialkompetenz , Kindergarten , Vorschule
Other Keywords: soziale Kompetenz , soziale Fertigkeiten
prevention , kindergarten , pre-school , social competence , social skills
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Kontakt zum Autor: http://www.praxis-zeller.de Auf dem Hintergrund womöglich steigender Verhaltensauffälligkeiten in Kindergarten und Schule sowie vorliegender Empirie zu Trainings sozialer Kompetenz soll ein neuartiger, kindgerechter, präventiver und kindergartenintegrierter Förderansatz vorgestellt und evaluiert werden. Dieser ist gekennzeichnet durch die Verknüpfung von kognitiv-behavioralen Elementen klassischer sozialer Fertigkeitstrainings mit Grundprinzipien kindzentrierten Vorgehens. Symbolhafte Märchengeschichten sowie Puppenspiel werden eingesetzt, um soziale Problemsituationen darzustellen und zu lösen. Weiter wird ein Schwerpunkt auf die Förderung von einfühlendem Verstehen, von Gefühlserkennung und -ausdruck sowie von prosozialen Wertvorstellungen gelegt. Eine Vielzahl von Transfertechniken soll die Generalisationsschwäche gängiger Trainings überwinden. Konflikte im Kindergartenalltag werden dabei mit Signalkarten und Tokenverstärkung gesteuert. Die Studie bestand aus drei Phasen in überwiegend quasiexperimentellem Design. Insgesamt 81 Kinder beiderlei Geschlechts (53-81mon) aus 5 Kindergärten wurden einbezogen und auf 9 Experimental- und 6 Kontrollgruppen verteilt. Aufgrund der erhobenen Befunde wurde die Intervention mehrfach optimiert. Es liegt nun ein achtwöchiges Trainingscurriculum mit umfangreichen alltagsbegleitenden Transfertechniken vor, welches von trainierten Diplom-Psychologen und Erzieherinnen erfolgreich und mit guten Effekten durchführbar ist. Objektiviert wurden die Effekte der Intervention durch Befragungen (Eltern, Erzieher, Kinder), durch soziometrische Verfahren und durch systematische Verhaltensbeobachtung. Erhebung und Auswertung der Daten erfolgte durch am Training unbeteiligte Studenten und Erzieher sowie durch die Trainer. Es zeigten sich mehrheitlich gegen den Zufall abzusichernde Trainingseffekte. Generalisation über Stimuli und Reaktionen konnte erfolgreich nachgewiesen werden. Generalisation über die Zeit war nicht in ausreichendem Maße nachzuweisen. Für eine verbesserte Dauerhaftigkeit der Effekte werden eine länger andauernde Anwendung des Trainings, die Einbettung in weitere sozial-emotionale Interventionsmaßnahmen und der verstärkte Einsatz der entwickelten Transfertechniken empfohlen. Dies ist in der Praxis nach Ansicht des Autors jedoch ohne breite politische und gesellschaftliche Unterstützung eines solchen Vorhabens nur eingeschränkt möglich.

Abstract:

In view of the probably increasing number of behavioral disorders in kindergarten and (pre-)school children and the empiricism at hand about social competence trainings, a new, preventive and environment-integrated intervention shall be introduced and evaluated. This approach is distinct by association of cognitive behavioral elements of traditional social skills trainings with the basic principles of a child-centered approach. In order to impersonate and solve social conflicts, symbolic fairy tales and puppet play will be utilized. Furthermore, encouragement of empathy, recognition and expression of emotions, and pro-social values will be emphasized. An attempt was made to overcome the shortcomings of common trainings with respect to generalization by a variety of transfer techniques. Conflicts in everyday kindergarten situations will be solved by signal cards and token reinforcement. The study consisted of three parts of mostly quasi-experimental design. Altogether, 81 children of both genders (53 to 81 months) from 5 kindergarten facilities took part in the study. The children were divided into 9 treatment and 6 control groups. Because of its outcome, the intervention was optimized several times. The result is an eight-week long training curriculum with substantial transfer techniques that can be integrated on a daily basis. The training curriculum can be conducted by qualified psychologists and kindergarten teachers. The effects of the intervention were objectivized by means of questionnaires (parents, teachers, children), sociometric assessment techniques, and direct behavioral observation. Collecting and evaluating of data was carried out by students who were uninvolved with the training as well as the teachers and trainers. For the most part, the study achieved significant training effects. Generalization across settings and behaviors could be sucessfully proven, however, generalization across time could not be proven in a sufficient manner. A longer lasting execution of the training, the embedding of the training into additional socio-emotional interventions, and increased execution of the developed transfer techniques is recommended, in order to achieve improved maintenance over time.

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