Dreizehn : eine Vorbemerkung

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-55480
http://hdl.handle.net/10900/47831
Dokumentart: (wissenschaftlicher) Artikel
Date: 2011
Source: Zauberei und Frömmigkeit, Volksleben, Band 13, Magstadt, 1966, S. 7-10
Language: German
Faculty: 6 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Department: Empirische Kulturwissenschaft
DDC Classifikation: 000 - Computer science, information and general works
Keywords: Volksfrömmigkeit , Aberglaube , Magie , Bibel
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Der 13. Band der Reihe "Volksleben" soll nicht irgendeinem beliebigen volkskundlichen Thema gewidmet sein; es lag nahe, diese Nummer für Gegenstände zu reservieren, die in die geheimnisvollen, von der Wissenschaft keineswegs ganz ausgeleuchteten und sicher auch nicht völlig ausleuchtbaren Gründe der Magie gehören. Man wird uns nicht gleich abergläubisch schelten, wenn wir diese Zuweisung getroffen haben; aber sie erinnert mich doch etwas an meinen Nachbarn, der vor zehn Jahren bei der Zuteilung der neuen Autokennziffern sofort bei der Zulassungsstelle vorsprach, um sich die Nummer 13 zu sichern: er sei nicht abergläubisch, sagte er - 13 sei nämlich seine Glückszahl. Es gibt also nicht nur die unmittelbare Faszination, die schnell als Aberglauben etikettiert wird; wer ihr entgeht, gleitet leicht hinüber in eine "Konträrfaszination", die beweist, daß sich das betreffende Phänomen nicht ohne weiteres neutralisieren läßt. Man kommt an der 13 nicht gut vorbei; sie provoziert, stärker als andere Zahlen, Stellungnahmen. Vielleicht kann man sogar sagen, daß die Unsicherheit gegenüber der Zahl 13 noch gewachsen ist, seit die mehr oder weniger einheitlichen Überzeugungen von ihrer Unglücksbedeutung zerfallen sind. Die 13 blieb eine besondere Zahl; man kann fast nicht umhin, sie negativ oder positiv zu besetzen.

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