Drei Beiträge zur ökonometrischen Untersuchung der Folgen der Besteuerung von Arbeitseinkommen

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-50589
http://hdl.handle.net/10900/47762
Dokumentart: Dissertation
Date: 2010
Language: German
Faculty: 6 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Department: Wirtschaftswissenschaften
Advisor: Wagner, F.W. (Prof. Dr. Dr. h.c.)
Day of Oral Examination: 2010-07-14
DDC Classifikation: 330 - Economics
Keywords: Duale Einkommensteuer
Other Keywords: Besteuerung von Arbeitseinkommen , Alters-Einkommens-Profil , Mincer Gleichung , Panel Daten
Taxation of Labor Income , Dual Income Tax Age-Earnings-Profile , Mincer Equation , Panel Data
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Diese Dissertation umfasst drei Beiträge zur ökonometrischen Untersuchung der Wirkungen der Besteuerung von Arbeitseinkommen (Taxonometrics). Der erste Beitrag versucht die Frage zu klären, wie die Besteuerung von Arbeits- und Kapitaleinkommen miteinander kompatibel gemacht werden können. Dazu wird eine Mincer Gleichung geschätzt, die den Verlauf von Alters-Einkommens-Profilen für deutsche Universitätsabgänger liefert. Der Schätzer von Hausman und Taylor (1981) wird benutzt, um mit der offensichtlichen Endogenität der Ausbildungsdauer umzugehen. Diese Ergebnisse werden auf das Modell von Nielsen und Soerensen (1997) angewandt. Schließlich wird eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt, die zeigt, wie stark der Steuersatz auf Arbeitseinkommen erhöht werden muss, um ihn mit dem -als exogen angenommenen- Kapitaleinkommensteuersatz kompatibel zu machen. Dabei wird der Zinssatz jeweils variiert. Der zweite Beitrag untersucht die Humankapitalinvestitionen, die Arbeiter unternehmen, nachdem sie die Universität verlassen haben und im Arbeitsmarkt aktiv sind. Die Erträge aus Schulungsmaßnahmen, die zwischen 2001 und 2003 in Deutschland unternommen wurden, werden mit einem "treatment effects model" geschätzt. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Maßnahmen sehr profitabel sind. Weiterhin zeigt der Beitrag, dass durch die Besteuerung die ohnehin schon profitablen Investitionen weiterhin begünstigt werden. Der dritte Beitrag untersucht die Besteuerung des Pendelverhaltens, das Steuerpflichtige auf ihrem Weg zur Arbeit auf sich nehmen müssen. Die häufigen Änderungen in den absetzbaren Beträgen für den einzelnen Pendelkilometer in jüngster Zeit erlauben es, eine Analyse der Reaktion der Arbeiter auf diese Änderungen durchzuführen. Die Ergebnisse der "treatment evaluation" Literatur werden nutzbar gemacht, um die schwierige Kombination aus Bemessungsgrundlageneffekten und Arbeiteinkommensbesteuerung zu bewältigen. Ein vierter Beitrag, der sich mit der Besteuerung von Kapitaleinkommen beschäftigt, unterzieht das Arbeitspapier von Bach, Corneo und Steiner (2008) einer rigorosen Analyse. Die Behauptung, dass "die Reichen" nicht adäquat zum Volumen der Einkommensteuer beitragen, wird widerlegt. Um dies zu zeigen, wird die Analyse auf alle wichtigen Steuerarten ausgedehnt, die auf dem Bruttoeinkommen "der Reichen" lasten. Eine offensichtliche Lücke im Beitrag Bach, Corneo und Steiner (2008) besteht in der fehlenden Berücksichtigung der Gewerbesteuer, die auf den gewerblichen Einkünften lastet, die die wesentliche Quelle von Einkommen für "die Reichen" darstellt.

Abstract:

This dissertation comprises three essays on the taxonometrics of labor income, i.e. the econometric treatment of questions posed in tax research. The first contribution tackles the question how labor and capital income taxation can be made compatible with each other. To this end, it provides an estimation of a Mincer earnings function to gauge the shape of age-income profiles for German university graduates. The Hausman-Taylor (1981) estimator is employed to deal with the apparent endogeneity of the schooling choices. It then goes on to adapt the model by Nielsen and Soerensen (1997) to the empirical results. Finally, it provides a sensitivity analysis that highlights the extent to which labor income tax rates must be raised to bring them into line with the -exogenous- capital income tax rates under alternative assumptions about the prevailing interest rate. The second contribution looks at the human capital investments made by workers once they have left university and are active in the labor market. It estimates the return to training measures adopted in the period 2001 to 2003 in Germany using a treatment effects model. The results demonstrate that these measures are highly profitable. The contribution goes on to show how tax law chips in additional benefits on top of the already economically sound training investment. The third contribution investigates the taxation of the commuting kilometers that taxpayers ply on their way to work. Given the frequent changes in the amounts deductible for each commuting kilometer in recent years, the analysis can harness this volatility to extract behavioral reactions on the part of workers. To this end, the results of the treatment evaluation literature are used to dig into the rather intractable combination of tax base effects and labor income. A fourth contribution, which deals with the taxation of capital income, subjects the working paper by Bach, Corneo and Steiner (2008) to a rigorous analysis. The claim that "the rich" do not adequately contribute to income tax revenue in Germany is refuted. To show this, it is necessary to extend the analysis to all major tax burdens weighing on the gross income generated by "the rich". One of the more obvious omissions in Bach, Corneo and Steiner (2008) is the local trade tax burden weighing on business income which "the rich" largely rely on.

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