Fest und Feier im 18. und im 20. Jahrhundert

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-42147
http://hdl.handle.net/10900/47669
Dokumentart: (wissenschaftlicher) Artikel
Date: 1984
Language: German
Faculty: 6 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Department: Empirische Kulturwissenschaft
DDC Classifikation: 390 - Customs, etiquette and folklore
Keywords: Fest
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

"Bei . . . Geburtsfesten und andern solchen Gelegenheiten" — so schrieb Adolph von Knigge einmal — "enthalte Dich aller steifen, feierlichen Akte, prunkvollen Deklamationen und Theaterszenen. Solche Pedantereien und Förmlichkeiten machen doch keine bleibenden Eindrücke, sind mehrenteils für den leidenden Teil ermüdend und für jeden Dritten äußerst langweilig." Wenn es noch eines Beweises bedürfte, daß der Hannoveraner Freiherr die kleinkariert-pedantische Miniatur sprengt, in die ihn das Klischee gezwängt hat, dann wäre er mit solchen Sätzen gegeben: diese Maxime ist vernünftig, und wir haben allen Grund, daran festzuhalten. Keine prunkvolle Deklamation also, eine eher implizite Laudatio nur, und ein paar einfache, zur Sache gehörige Beobachtungen und Gedanken. Die Sache: das ist das Fest, ein — mit Zögern wird dies auch der Skeptiker zugestehen — universales Phänomen. Ob es freilich mehr als Markierung einer vorgegebenen Ordnung oder als Entgrenzung verstanden wird, mehr als Ritual der Wiederholung oder als erstrebte Einmaligkeit, als maßvoller rhythmischer Ausgleich oder als eine Art Sonderangebot im seelischen Haushalt — dies ist wohl nicht nur eine Frage zufälliger Perspektive, sondern ist auch abhängig von den wechselnden Erscheinungsformen, den historischen Gezeiten des Festes. Ihnen gilt unsere Aufmerksamkeit; wir folgen darin dem Blick und der Wegweisung von Dieter Narr.

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