Frauen und politische Macht in der postkommunistischen Slowakei

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-18308
http://hdl.handle.net/10900/47352
Dokumentart: Dissertation
Date: 2005
Language: German
Faculty: 6 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Department: Sonstige - Sozial- und Verhaltenswissenschaften
Advisor: Meyer, Gerd
Day of Oral Examination: 2005-05-02
DDC Classifikation: 320 - Political science
Keywords: Chancengleichheit
Other Keywords: postkommunistische Gesellschaften , politische Partizipation , zentrale politische Institutionen , Förderprogramme
equal opportunities , post-communist societies , political participation , central political institutions , advancement training programs
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Inhaltszusammenfassung:

Mit der Novemberrevolution 1989 löste sich die Slowakei (damals noch Teil der Tschechoslowakei) vom kommunistischen System und begann einen langen Weg der Demokratisierung. Fünfzehn Jahre nach der Wende werden die bisherigen Ergebnisse diskutiert, unterschiedliche Kriterien werden als Maßstab für den Erfolg des Prozesses genommen und seit wenigen Jahren spielen auch frauenbezogene Themen eine immer größere Rolle. Vor allem die Diskussion zur politischen Partizipation von Frauen, und hierbei insbesondere ihre Beteiligung an staatlicher Macht erfreut sich seit Ende der 90er besonderer Aufmerksamkeit. Die Abschaffung von Quoten und der zurückgehende Frauenanteil in Parlament, Regierung und Parteienspitzen hat Sorgen über Qualität und Inhalt des Demokratisierungsprozess geweckt. Brachte die Transition neue Chancen für Frauen oder machte sie Frauen zu Verliererinnen? Diese Arbeit versteht sich als Beitrag zu der entstandenen Diskussion, Kernpunkt ist die Analyse und Erklärung des heutigen niedrigen Frauenanteils in den zentralen Machtorganen der Slowakei: Regierung, Parlament und Parteien. Durch die historische Herangehensweise sollen die Auswirkungen mehrer Regime auf die heutige Lage verdeutlicht werden. Die Analyse stellt Vorurteile über das angeblich geringe Interesse von Frauen an der Politik in Frage. Das Desinteresse darf nicht als gegebenes Faktum hingenommen werden, sondern muss als Ausdruck und Reaktion der Frauen auf verschiedene Erfahrungen verstanden werden. Vorausgesetzt wird, dass sich das Partizipationsverhalten der Frauen in jeder Zeitperiode nur durch mehrere Faktoren adäquat erklären lässt. Ein Komplex von politisch-kulturellen, institutionellen und sozioökonomischen Faktoren prägte und determiniert weiterhin das Verhalten der Frauen. Die komplizierte Bewältigung und in vielen Fällen auch Trennung von eingelebten Traditionen und Verhaltensmustern verlangsamt die Transformation. Diese Arbeit setzt sich mit dem Wandelprozess auseinander, und versucht zu verdeutlichen, dass eine Erhöhung des Frauenanteils in den zentralen Organen nicht nur als Ergebnis des institutionellen, sondern vielmehr des kulturellen Wandels zu verstehen ist, was dies zu einem langen Projekt über mehrere Generationen macht.

Abstract:

With the Novemberrevolution of 1989 Slovakia became independent of the authoritarian communist system and a long journey of democratization began. Fifteen years after the political change the previous results of the transition are being discussed critically. Different criteria are taken as standard and since a few years women-related issues have become increasingly focussed. First and foremost the discussion concerning the political participation of women - and thus especially their participation in the central political institutions - is experiencing the public attention since the end of the 1990s. The abolition of the quotes and the falling contribution of women in the government, the parliament and the political parties has caused odd feelings concerning the quality and the contents of the democratization process. This dissertation is meant as a contribution to the aforementioned issues. Its main task is to analyse and to interpret the low representation of women in the central political institutions in Slovakia. A historical approach will enlighten the consequences of more than one regime and stress the chances of the political change in 1989. The premise is, that the participation-behaviour of women can only be explained adequately for each period by taking various factors into account a) institutional factors, b) political-cultural factors, c) social-economical factors. The analysis of the determinants questions the prejudices against the allegedly small interest of women concerning politics. The lack of interest is not to be taken as a given fact; rather it has to be understood as an expression and reaction of women on various political, social and cultural experiences. This dissertation offers explanations for the current status quo, perspectives and possibilities for further process concerning the political participation of women in Slovakia.

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