Scham und exzentrische Positionalität. Eine Begründung der Scham auf der Grundlage der Anthropologie Helmuth Plessners

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-9708
http://hdl.handle.net/10900/47280
Dokumentart: Masterarbeit
Date: 1999
Language: German
Faculty: 6 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Department: Sonstige - Sozial- und Verhaltenswissenschaften
DDC Classifikation: 300 - Social sciences, sociology and anthropology
Keywords: Scham , Anthropologie , Soziologie , Sexualität , Soziale Ungleichheit
Other Keywords:
Shame , Anthropology , Sociology , Sexuality , Social Inequality
License: xmlui.dri2xhtml.METS-1.0.item-dc-rights_value_ubt-nopod
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Inhaltszusammenfassung:

Scham ist eine Eigenschaft des Menschen, die zu seinem Wesen gehört. Sie findet ihren Ursprung in seiner Existenzweise, die mit Helmuth Plessner als „exzentrische Positionalität“ beschrieben wird und in der Fähigkeit des Menschen besteht, zu sich selbst in Distanz treten zu können. Die menschliche Existenzweise steht mit dem Merkmal Scham in einem Ermöglichungsverhältnis. Zugleich ist Scham ein universales Merkmal, das heißt sie findet sich einerseits in allen Kulturen und Zeiten und beschränkt sich andererseits auf die menschliche Lebensform. Scham wird als Bruchstellenphänomen beschrieben und ist durch das Scheitern der menschlichen Einheit charakterisiert. Schamhaftigkeit, als „Drang zur Verhaltenheit“ (Helmuth Plessner) beschrieben, ist ein Prinzip, das Schamerlebnisse verhindern soll. Der Mensch als schamhaftes Wesen ist der „homo absconditus“ (Helmuth Plessner), der sich mit Rollenspiel, Umgangsformen und Bekleidung im Sinne der Erhaltung seiner Würde vor unangenehmen Schamgefühlen schützt.

Abstract:

Shame is a specific characteristic of human being. Shame has its general origin in the way of human existence, in the “exzentrische Positionalität” (Helmuth Plessner), in the specific ability of a person to take a distance to themselves. Also shame is an universal phenomenon, to find in all cultures. Shame is a crises of the inner unity of man. “Schamhaftigkeit”, “Drang zur Verhaltenheit” (Helmuth Plessner) prevents unpleasant feelings of shame. The shamefaced man, the “homo absconditus” (Helmuth Plessner), protects themselves from feelings of shame with role playing, manners and clothing.

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