Wissensaustausch und Wissenserwerb in Computerkonferenzen: Der Einfluss des Metawissens

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-4455
http://hdl.handle.net/10900/47234
Dokumentart: Dissertation
Date: 2000
Language: German
Faculty: 6 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Department: Sonstige - Sozial- und Verhaltenswissenschaften
Advisor: Hesse, Friedrich W. (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2001-12-19
DDC Classifikation: 150 - Psychology
Keywords: Computerkonferenz , Wissenserwerb , Kognitionswissenschaft
Other Keywords: verteilte Kognition
Computer-conferencing , knowledge acquisition , cognitive science , information sampling
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Ausgehend von einem kognitiven Wirkungsmodell wurde in einer experimentellen Studie der Wissensaustausch und Wissenserwerb von 4-Personen-Gruppen untersucht, die mittels einer Computerkonferenz kommunizierten. In Anlehnung an das information pooling-Paradigma aus der Sozialpsychologie handelte es sich bei der Hälfte der Ausgangsinformationen um ungeteilte Informationen (d.h. diese waren nur einem Gruppenmitglied vorab verfügbar), bei der anderen Hälfte um geteilte Informationen (d.h. zwei der vier Gruppenmitglieder verfügten über die Information). Informationen waren dabei in vier Teilbereiche aufgeteilt; es wurde gewährleistet, dass jedes Gruppenmitglied Expertise in einem der Teilgebiete aufwies. Die experimentelle Variation sah vor, dass die Hälfte der untersuchten Gruppen zusätzlich Informationen über die wechselseitigen Expertisen in der Gruppe erhielt (sog. Metawissen), die andere Hälfte der Gruppen hingegen nicht. In der Untersuchung (n = 96) erwarben die Versuchspersonen zunächst individuell Wissen über Konzepte der psychologischen Diagnostik, die dann in einem Vortest abgefragt wurden. Im Anschluss hatten die Gruppen die Aufgabe, die zuvor erworbenen Informationen in einer mehrstündigen Computerkonferenz auszutauschen. Abschließend erfolgte ein zweiter Wissenstest über den kompletten Inhaltsbereich. Analysiert wurden erstens Variablen des Wissensaustauschs, und zwar sowohl auf der Produktionsseite (Häufigkeiten bestimmter Inhaltstypen), als auch auf der Rezeptionsseite (relative Lesezeiten, Öffnungshäufigkeiten, Bearbeitungsreihenfolgen). Zweitens wurden Indikatoren des Wissenserwerbs erfasst (Zunahme des Wissens durch die Konferenz, Angleichung des Wissens zwischen den Gruppenmitgliedern). Die Ergebnisse untermauern die im Wirkungsmodell postulierten Zusammenhänge zwischen Variablen des Wissensaustauschs und des Wissenserwerbs; ein differenzieller Effekt des Metawissens konnte hingegen nicht gefunden werden.

Abstract:

Based on a cognitive model this experimental study analysed 4-person-groups exchanging and thereby acquiring knowledge within computer conferences. In accordance with the information pooling paradigm from social psychology one half of the information pool consisted of unique information (i.e. was only accessible for one group member), whereas the other half consisted of shared information (i.e. the information was available to two of the four group members). The information pool consisted of four sub-pools; information was distributed in a way that each group member acquired expertise within one of the sub-pools. The availability of additional information about the mutual expertise within the group (meta-knowledge) was varied experimentally. Subjects (n = 96) individually acquired concepts from the domain of Psychological Assessment which were tested in a knowledge pre-test. Then groups were instructed to exchange the previously acquired pieces of information in a 4-hr computer conference. Finally, a second knowledge test about the entire information pool was administered. Variables of knowledge exchange were analysed with respect both to productive (frequency of certain types of content) and receptive aspects (relative reading times, reading frequencies, processing orders). Moreover, knowledge acquisition was measured (increase of knowledge, equalization of knowledge between group members). The results are in accordance with a model describing the connection between knowledge exchange and knowledge acquisition. However, no differential effect of meta-knowledge was found.

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