Sozialer Vergleich bei der computergestützten Gruppenarbeit

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URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-4435
http://hdl.handle.net/10900/47233
Dokumentart: Dissertation
Date: 2002
Language: German
Faculty: 6 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Department: Sonstige - Sozial- und Verhaltenswissenschaften
Advisor: Diehl, Michael (Prof.Dr.)
Day of Oral Examination: 2001-12-19
DDC Classifikation: 300 - Social sciences, sociology and anthropology
Keywords: Sozialer Vergleichsprozess, Brainstorming, Gruppeneffektivität, Computer supported cooperative work, Kreativität
Other Keywords:
Social comparison, Brainstorming, group performance, Computer supported cooperative work, creativity
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Gruppenarbeit führt oft dazu, dass die Gruppenmitglieder unter ihrer potenziellen Leistung bleiben. Dies widerspricht der weitverbreiteten Meinung, dass sich Gruppenarbeit leistungsförderlich auswirkt. Verantwortlich für diese Leistungsverminderung sind sogenannte Prozessverluste. Die Vernetzung von Computern ermöglicht es, viele der in face-to-face Gruppen auftretenden Prozessverluste zu verringern. Gruppenarbeit kann dann zu einer Leistungsverbesserung führen, wenn es gelingt, die Motivation in Gruppen zu steigern. Einen solchen Prozessgewinn stellt Wettbewerb durch sozialen Vergleich dar. Menschen haben ein Bedürfnis ihre eigenen Fähigkeiten und Einstellungen korrekt einzuschätzen. Sie vergleichen sich daher mit anderen Personen und versuchen, wenn Fähigkeiten verglichen werden, besser zu sein als andere Personen. Es sollte sich daher ein leistungsförderlicher Wettbewerb zwischen den Personen zeigen. Motivationsgewinne innerhalb einer Gruppe sollten auftreten, wenn sozialer Vergleich zwischen den Gruppenmitgliedern stattfindet, um die individuellen Fähigkeiten einzuschätzen. Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen sozialem Vergleich und Leistung in vier experimentellen Studien. In den ersten drei Experimenten wurde die Kreativitätstechnik Brainstorming als Aufgabe verwendet. Es zeigte sich, dass sozialer Vergleich hinsichtlich der Anzahl der Ideen zu Motivationsgewinnen und zu einer Leistungssteigerung führt. Dies zeigte sich für die Anzahl und für die Qualität der Ideen. In einem vierten Experiment wurde überprüft, wie sich die wahrgenommene Fähigkeits- oder Anstrengungsabhängigkeit einer Aufgabe auf die Leistung auswirkt. Als Aufgabe wurde eine einfache kognitive Aufgabe verwendet, bei der die wahrgenommene Fähigkeits- oder Anstrengungsabhängigkeit durch die Instruktion manipuliert werden konnte. Es zeigte sich, dass bei wiederholtem sozialem Vergleich ein leistungsförderlicher Wettbewerb nur auftrat, wenn die Leistung als fähigkeitsabhängig erlebt wurde.

Abstract:

Working in groups can lead to a reduced performance of group members. This result contradicts the common assumption that cooperative work facilitates performances. The decrease in performance is caused by so-called process losses within a group. Connecting computer via network reduces many of the process losses that usually occur in face-to-face groups. However, cooperative work does not generally lead to a decrease in performance. It should be possible to reach process gains by increasing task motivation within groups. One possible process gain is competition due to social comparison. People have a need to evaluate their abilities and opinions. Therefore, they compare themselves with other persons and try to be superior to other persons when abilities are compared. Thus, a performance enhancing competition and motivational gains should be found when social comparison occurs within a group in order to evaluate individual abilities. The relation between social comparison and performance was investigated in four experimental studies. In three studies, the creativity technique Brainstorming was used as task. Results showed that social comparison with regard to the number of ideas led to motivational gains and to an increase in performance. Both, quantitative and qualitative performances were enhanced by social comparison. In a fourth study, the effects of perceived task demands (effort or ability) on performance were investigated. A simple cognitive task was used (coding letters into numbers) since for this task the perceived task demands could be easily manipulated by different instructions. Results showed that repeated social comparison led to competition only when the task was perceived as depending on ability.

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